| 14.39 Uhr

"Echo"-Moderatorin Sabine Heinrich
TV-Deutschland hat jetzt eine süße Lücke

Mut zur Lücke: Sabine Heinrich ist der neue TV-Star
Mut zur Lücke: Sabine Heinrich ist der neue TV-Star FOTO: WDR/Annika Fußwinkel
Düsseldorf (RPO). Da müssen sogar so alte Hasen wie Gottschalk und Jauch die Segel streichen. Sabine Heinrich moderiert in dieser Woche gleich drei Sendungen zur Prime Time: Donnerstagabend war sie Gastgeberin bei der "Echo"-Verleihung und auch bei den beiden Ausgaben von "Unser Star in Oslo" gehört sie zum Moderatoren-Team. Die Frau mit der markanten Zahnlücke kennt man eigentlich aus dem Radio. Mit ihrer Natürlichkeit hat sie dem Fernsehen bislang gefehlt.

Radiohörern aus NRW ist ihre Stimme längst bekannt. Sabine Heinrich gehört bereits seit 2001 zu den populärsten Moderatorinnen des WDR-Senders 1Live. Ihr Erfahrung mit großen TV-Sendungen geht dagegen fast gegen null. Ein paar mal hatte sie kleinere Auftritte auf den Regionalkanälen des WDR. Umso überraschender ist ihre plötzlich Omnipräsenz auf der Mattscheibe.

Gemeinsam mit Matthias Opdenhövel ("Schlag den Raab") moderiert Heinrich in dieser Woche innerhalb von vier Tagen drei große Musik-Abendshows auf zwei verschiedenen Kanälen: Am Dienstag präsentierte das neue Traumduo "Unser Star für Oslo" auf ProSieben, Donnerstagabend waren sie die Gastgeber bei der "Echo"-Verleihung und Freitag treten sie mit dem Viertelfinale der Grand-Prix-Vorauswahl wieder bei der ARD auf.

An die neue Aufmerksamkeit muss sich Heinrich noch gewöhnen. Gerade nach den ersten Sendung von "Unser Star für Oslo" gab es viel Kritik. Mal meckerte man über ihren Moderationsstil, mal über ihr Outfit und dann machte man sich auch noch über ihre Zahnlücke lustig. Doch die 33-jährige Moderatorin lässt sich nicht unterkriegen. In der Morgensendung von 1Live bezeichnete sie sich am Donnerstag selbst als "Kämpferin, als Marathonläuferin".

Und so hat sie sich auch bei "Unser Star in Oslo" von Sendung zu Sendung gesteigert, ohne dabei ihre Natürlichkeit zu verlieren. Das merkt man auch an ihrer Reaktion auf das Angebot der ARD die "Echo"-Verleihung zu moderieren: "Das ist, als würde Jogi Löw bei einem jungen Bundesligaspieler anrufen und sagen, du kommst mit nach Südafrika und du spielst auch!"

Der Fan-Club von Sabine Heinrich ist in den vergangenen Wochen jedenfalls stetig gewachsen. Im Internet wird sie schon als die "süßeste Zahnlücke Deutschlands" bezeichnet. Trotzdem denkt die Moderatorin nicht an einen Abschied vom Radio. Und der wichtigste Fan heißt Stefan Raab. Der zögerte offenbar nicht lange, als ihm die ARD Heinrich als Moderatorin vorschlug. Er kannte ihre Sendungen bereits von der täglichen Fahrt zur Arbeit.

Nach "Echo" und "Oslo" soll nach dem Willen von Sabine Heinrich wieder der Radioalltag beginnen. Da kann der TV-Zuschauer nur hoffen, dass Stefan Raab und ARD die sympathische Moderatorin im kommenden Jahr wieder für die Grand-Prix-Vorauswahl zum Einsatz bringen.

(tim)
 
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