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"Polizeiruf 110" im Schnell-Check
Ein toller Film, nur die Zweisprachigkeit nervte

Fotos: Szenen aus "Polizeiruf 110: Das Beste für mein Kind"
Fotos: Szenen aus "Polizeiruf 110: Das Beste für mein Kind" FOTO: rbb/Andrea Hansen
Düsseldorf. Der "Polizeiruf 110" am Sonntagabend überzeugte mit einer bewegenden Handlung, tollen Schauspielern und stimmungsvollen Landschaftsaufnahmen. Nur eine Sache nervte. Der Fall im Schnell-Check.  

Darum ging es

Ein sechs Monate altes Baby wird aus der Kinderstation eines Krankenhauses in Frankfurt an der Oder entführt und kurz darauf vor einem polnischen Krankenhaus ausgesetzt. Der Entführer Pawel Rozanski wird kurz darauf tot aufgefunden. Umgebracht. Olga Lenski und Adam Raczek ermitteln an der deutsch-polnischen Grenze im Umfeld des entführten Kleinkindes, in dem nichts ist, wie es zunächst scheint.

Darum ging es wirklich

Darum, wie weit Menschen für ihre Träume gehen und was sie tun, damit diese bitte bloß nicht zerplatzen. Darum, was man alles aus Liebe tut. Darum, was für ein starker Motor die völlige Verzweiflung sein kann und darum, dass sie einfach verdammt kompliziert ist, diese Liebe.

Deshalb lohnte sich das Einschalten

Weil es der beste der vier bisherigen Fälle war. Wegen der Bildsprache: Die Melancholie liegt beim deutsch-polnischen Polizeiruf schon in der Landschaft, und das ist toll. Weil auf die Kraft der Geschichte gesetzt wird: Über das Privatleben der Kommissare wird berichtet, aber nicht so ausgebreitet, dass es nervt. Und vor allem wegen der grandiosen Darsteller: Maria Simon und Lukas Gregorowicz, aber vor allem die polnischen Darsteller Agnieszka Grochowska und Piotr Stramowski, geben ihren Rollen ruhige Beharrlichkeit (Simon), Feuer (Gregorowicz), unendliche Traurigkeit (Grochowska) und verzweifelte Liebe (Stramowski).

Das war dennoch schwierig

Wie immer bei den Fällen von Lenski und Raczek: die doch etwas anstrengende Zweisprachigkeit.

 
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