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Neue "Tatort" aus Kiel
Klaus Borowski kämpft um seine Liebe

Fotos: Hier kämpft Borowski um seine große Liebe
Fotos: Hier kämpft Borowski um seine große Liebe FOTO: ARD
Kiel. Die Verlobte des "Tatort"-Kommissars Klaus Borowski gerät in die Fänge eines alten Bekannten der Ermittler. Da stellt sich unter anderem die Frage: Welche Verlobte eigentlich? Von Christian Sieben

Von "Tatort"-Fans wird in diesen Wochen ein gutes Gedächtnis verlangt. Der neue Fall der Kieler Ermittler Klaus Borowski (Axel Milberg) und Sarah Brandt (Sibel Kekilli) knüpft inhaltlich an "Der stille Gast" (2012) an. Damals spielte der von Kritikern gefeierte Lars Eidinger den Frauenmörder Kai Korthals. Der psychisch kranke Briefträger brach in die Wohnungen seiner Opfer ein, als diese bei der Arbeit oder verreist waren. Korthals stöberte im Leben seiner Opfer herum, bediente sich im Kühlschrank und hinterließ sogar kleine Geschenke. Wenn ihn die Frauen bei diesem kranken Spiel erwischten, brachte er sie auf bestialische Weise um. Borowski und Brandt konnten den Fall zwar klären, Korthals entkam jedoch.

Jetzt ist er wieder da. Im neuen Fall greift die Polizei eine verletzte und verwirrte Frau an der Kieler Förde auf. Kommissarin Brandt, die damals selbst dem Mörder nur knapp entkommen konnte, stellt sofort die Verbindung zu Korthals her. Borowski erkennt die Hintergründe erst spät, denn er ist mit anderen Dingen beschäftigt. Der Ermittler turtelt mit seiner großen Liebe Frieda Jung (Maren Eggert) durch Kiel. Das Paar will heiraten und schaut sich nach einer gemeinsamen Wohnung um. Als Borowskis Verlobte dann nicht zu einer Verabredung erscheint, erkennt der Kommissar das wahre Ausmaß der Katastrophe.

Fotos: Was die neuen "Tatort"-Folgen bereithalten FOTO: RP/Anna Radowski

Der Krimi entwickelt sich zu einem dramatischen Duell zwischen Borowski und dem Mörder. Regisseurin Claudia Garde ist eine grandiose Mischung aus actionreichen Sequenzen und kammerspielartigen Szenen gelungen. Eidinger glänzt erneut als psychisch kranker Mörder. Die Szenen, in denen er die Psychologin Jung überwältigt und sie in Gefangenschaft demütigt, wirken so echt, dass sie kaum zu ertragen sind. Auch Milberg überzeugt als Getriebener, der alles für seine große Liebe riskiert und am Ende mit einem genialen Plan versucht, das Blatt zu wenden.

Apropos Liebe. Dieser Teil der Handlung dürfte einige Zuschauer irritieren. Frieda Jung hatte ihren letzten Auftritt in der Reihe 2010. Sie jetzt ohne große Vorrede als Borowksi Verlobte einzuführen, ist ungewöhnlich.

"Tatort: "Borowski und die Rückkehr des stillen Gastes", ARD, So., 20.15 Uhr.

Quelle: RP
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