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Berlin
Vertraue niemandem, niemals

Berlin. Die Serie "Bad Banks" auf Arte und im ZDF blickt hinter die Kulissen der Finanzwelt.

Eine Bank muss nicht nur Geschäfte, sondern auch Gewinne machen. Was macht das mit den Mitarbeitern, wie halten sie den ständigen Druck aus, erfolgreich zu sein? Davon wird in der Serie "Bad Banks" erzählt, die heute und morgen auf Arte zu sehen ist. Außerdem wird sie am 3. und 5. März im ZDF gezeigt.

Jana Liekam (Paula Beer) ist eigentlich cleverer als ihr Chef, was sie auch zeigt, und genau deshalb wird ihr von ihrer Bank in Luxemburg fristlos gekündigt. Doch schon kurz darauf bietet ihr die Investmentbankerin Christelle Leblanc (Désirée Nosbusch) einen lukrativen Posten in Frankfurt an. Jana schiebt die Bedenken bezüglich ihres Freundes und dessen kleiner Tochter beiseite und übernimmt den Job. An ihrem künftigen Arbeitsplatz trifft sie auf den Chef Gabriel Fenger (Barry Atsma) sowie die neuen Kollegen Adam Pohl (Albrecht Schuch), Luc Jacoby (Marc Limpach) und Theo Hang (Mai Duong Kieu).

Jana lernt rasch die Sonnen- und die Schattenseiten ihres Jobs kennen: schicke Wohnung im Herzen der Stadt, Limousine samt Chauffeur, Partys. Aber eben auch: komplexes Bankensystem, wirtschaftliche Interessen, persönlicher Ehrgeiz, Bilanzfälschungen. Jeder denkt nur an sich, von einem Team kann keine Rede sein, es wimmelt von Anschuldigungen, Intrigen, Heuchelei und Zynismus, nichts ist sicher, vertrauen darf man höchstens sich selbst - und ohne den Rotwein abends daheim oder eine kräftige Prise Koks geht nichts.

Das mögen Klischees sein, aber vermutlich ist es in Wirklichkeit noch schlimmer. Die Serie erzählt von menschlichen Abgründen, von der Suche nach Anerkennung und Sicherheit. Im Mittelpunkt steht das Duell zweier Frauen, die sich nichts schenken - gespielt von den starken Schauspielerinnen Beer und Nosbusch. Die Serie erzählt aber auch, dass es keine Tränen geben darf, es keine Loyalität gibt und dass Erfolg im Beruf einen hohen Preis haben kann: den Zerfall einer Familie.

Regisseur Christian Schwochow hat seine Story in einem atemberaubenden Tempo gedreht, oft sind nur Großraumbüros oder dunkle Wohnungen zu sehen, und deutlich wird, dass das ganze Finanzsystem nicht steuer-, aber angreifbar ist.

"Bad Banks", Arte, 20.15 Uhr

(dpa)
 
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