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Neue Serie "Vinyl" auf Sky
Da ist Musik drin

Vinyl auf Sky von Martin Scorsese und Mick Jagger: Da ist Musik drin
Die Hauptrolle als Plattenboss Richie Finestra spielt Golden-Globe-Gewinner Bobby Cannavale, hier in der Menge zu sehen. FOTO: obs/Sky Deutschland/Niko Tavernise / dpa
München. Martin Scorsese und Mick Jagger haben die Serie "Vinyl" gedreht, die sich um das Musikgeschäft dreht. Plattenbosse kommen dabei nicht gut weg. Nun läuft die Serie bei Sky. Von Martina Stöcker

Das Jahr 1973 ist eine Zeitenwende im Musikgeschäft: Punk, Disco und Rap kommen auf, und der New Yorker Richie Finestra (Bobby Cannavale), Gründer und Boss des Musiklabels American Century Records, steht fast vor dem Bankrott. Ein Vertrag mit Led Zeppelin droht zu scheitern, Untergebene haben Interna ausgeplaudert, und Richie braucht einen neuen Star, einen Song, der "dir die Nackenhaare aufstellt und zu dem du nur noch tanzen willst". Vielleicht wäre seine Suche allerdings erfolgreicher, wenn er nicht ständig Kokain schnupfen würde.

Die Serie "Vinyl" erzählt die Geschichte des fiktiven Plattenbosses, maßgeblich an der Entstehung beteiligt war ein Musiker, der das Geschäft kennt wie kein Zweiter: Mick Jagger, Frontmann der Rolling Stones, hatte die Idee schon lange im Kopf. Doch drehte er erst gemeinsam mit Regisseur Martin Scorsese den Rolling-Stones-Konzertfilm "Shine A Light" (2008). Bereits Ende der 1990er-Jahre hatte Jagger seinem Freund den Plan zu einem Film über den Rock'n'Roll unterbreitet. Aber erst mit Hilfe des Autors Terence Winter ("Boardwalk Empire", "The Wolf of Wall Street") trieben sie das Projekt voran. Wegen der Bankenkrise wurde ein Film verworfen.

So entstand die zehnteilige Serie, in der die Plattenbosse nicht gut wegkommen. "Sie waren so verrückt, solch ein Verhalten kann man sich im wahren Leben von Geschäftsleuten eigentlich nicht vorstellen", sagte Jagger in einem Interview mit dem US-Magazin "Billboard". Die Serie strotzt nur so von Drogen, Sex und Rock'n'Roll, aber das waren die Zeiten, und Scorsese und Jagger setzen ihnen mit "Vinyl" ein Denkmal. Für die Zuschauer ist es eine Reise durch ein Stück Musikgeschichte. Und der Stones-Sänger gibt freimütig zu, dass im Soundtrack der Serie allerhand Mist zu hören ist. "Wir können ja nicht so tun, als hätten die 70er nur aus Marvin Gaye, James Brown und Bob Marley bestanden."

Jaggers Einfluss ist es sicher auch zu verdanken, dass sein Sohn James (aus der Beziehung mit Jerry Hall) eine Hauptrolle bekam. Der 30-Jährige spielt Kip Stevens, Sänger der Punkband "The Nasty Bits", die vom Plattenboss gefördert wird. Stevens nimmt wie viele im Musikgeschäft Drogen, aber weder Tabletten noch Kokain, sondern Heroin - Parallelen zu Sid Vicious von den Sex Pistols sind offensichtlich.

Quelle: RP
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