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Köln
WDR: "Erich Schiller starb für die Dramaturgie"

Köln. Das ungewollte Ausscheiden des "Lindenstraßen"-Darstellers Bill Mockridge sorgt weiter für Empörung bei den Fans. Seine Rolle als Erich Schiller, die er seit 1991 verkörperte, sei offenbar dem Sparzwang des Senders zum Opfer gefallen, erklärte Mockridge in einem Interview mit der "Bild". "Wir alle wissen, dass der WDR sagt: ,Leute, wenn ihr noch viele Jahre auf Sendung gehen wollt, muss dieser Großapparat, der viel Geld kostet, verschlankt werden.'" Er gehe davon aus, dass sein Serientod in der Live-Folge zum 30. Geburtstag der "Lindenstraße" zu diesen Sparmaßnahmen gehört habe. Zuvor hatte der 68-Jährige lediglich betont, dass der Abschied aus der ARD-Serie nicht sein Wunsch gewesen sei.

Die Entscheidung, die Serienfigur Erich Schiller sterben zu lassen, hatte rein dramaturgische Gründe, erklärte der WDR gestern auf Anfrage. Es sei ja nicht der erste Tod einer Hauptfigur in der Vorabendserie, zum Beispiel ließen auch Benny Beimer (Christian Kahrmann) oder Sabrina Buchstab (Susanna Capurso) ihr Leben vor der Kamera. "Die ,Lindenstraße' erzählt Geschichten aus der Wirklichkeit, aus dem Leben der Zuschauer. Und der Tod ist ein Teil davon."

Gesichert ist die Produktion der Serie bis Ende 2016. Das bedeutet, dass die bis dahin gedrehten Folgen bis April 2017 ausgestrahlt werden können. Über eine Fortsetzung muss die ARD im kommenden Jahr entscheiden.

(leb)
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