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Köln
WDR geht in die Programmoffensive

Köln. Mit zwölf neuen Shows will der Sender jüngeres Publikum gewinnen. Auch Roberto Blanco ist dabei. Von Marcel Romahn

Es soll ein TV-Format werden, das mit allen gängigen Talkshow-Gewohnheiten bricht. Mit diesem Versprechen startet der WDR Ende August seine Programmoffensive. Los geht es mit "Nachtrausch - Der Talk im Bus" (ab 28. August, ab 22.50 Uhr), einer Sendung, in der fünf prominente Gäste die Sendezeit völlig spontan gestalten können, ohne festes Thema, ohne Moderator. Laut des Online-Fernsehmagazins "Quotenmeter" sollen insgesamt ein Dutzend neue WDR-Produktionen in den Startlöchern stehen. Zielgruppe seien jüngere Zuschauer im Alter zwischen 30 und 50 Jahren.

Das Konzept der ersten Show "Nachtrausch" ist simpel: Ein Tourbus fährt durch die Nacht. An jeder Haltestelle steigt ein prominenter Reisender zu. Sie alle begeben sich gemeinsam auf eine 75-minütige Tour quer durch NRW. Währenddessen soll diskutiert werden - möglichst hitzig und emotional. Bei jedem Zwischenstopp sollen sich die Gruppenkonstellationen dadurch ändern, verspricht der Sender. Die Zuschauer können nicht nur im Fernsehen dabei sein, sondern das Geschehen auch online sowie über verschiedene Online-Kanäle verfolgen. Nicht Moderator, sondern "Reisebegleiter" wird der 78-jährige Schlagersänger und Entertainer Roberto Blanco sein.

Für Ende August kündigt der WDR laut "Quotenmeter" weitere Programm-Highlights an. Neben einer neuen Show mit Moderator Guido Cantz sei auch ein neues Talkformat namens "Die Runde Ecke" geplant. Dort sollen Menschen auf der Bühne ohne Skript oder redaktionelle Einschränkungen aus ihrem alltäglichen Leben berichten.

In der Sendung "Clip, Clip, Hurra!", die am 25. August starten soll, durchstöbern bekannte Gesichter von Youtube wie Simon Unge, Joyce Ilg und Davis Schulz das Archiv nach den Highlights aus 50 Jahren WDR-Sendergeschichte.

Auch Comedy gibt es im neuen Programm. Micky Beisenherz moderiert "Das Lachen der Anderen - Comedy im Grenzbereich" (ab 24. August, 22.45 Uhr). Zusammen mit dem Komiker Oliver Polak lernt er "besondere Menschen" kennen, über die sie dann ein Programm verfassen. Alles weitere lässt der Sender offen.

Ein Format, das der WDR zunächst in sechs Folgen ausprobieren wird, ist die Sendung "17,50 - ungezwungen fernsehen" (ab dem 28. August, ab 17 Uhr). Der Titel spielt auf den aktuellen Rundfunkbeitrag an. Der Sender wird seine Zuschauer im heimischen Wohnzimmer besuchen und mit ihnen vor dem Fernseher sitzen. Laut Fernsehmagazin habe sich dieses Konzept bereits mehrfach im Ausland bewährt, sei jedoch in Deutschland mit der RTL-Serie "Sofa-Stars" oder der Sat.1-Produktion "Googlebox" nur wenig erfolgreich gewesen.

Quelle: RP
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