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Köln
WDR sendet jeden Werktag Hörspiel - und muss sparen

Köln. Der Westdeutsche Rundfunk richtet auf WDR 3 einen festen werktäglichen Hörspiel-Sendeplatz ein. Von montags bis freitags ist ab 2016 immer zwischen 19 und 20 Uhr Hörspielzeit. Dabei werde von Weltliteratur bis zum Krimi alles geboten, sagte der WDR 3-Programmchef Karl Karst in Köln. Das sei ARD-weit einzigartig.

Der feste Hörspiel-Platz ist Teil einer Programmreform beim Kulturkanal WDR 3 und beim Informationskanal WDR 5. Dabei geht es auch um Einsparungen: 2016 betragen diese für beide 1,5 Millionen Euro. Außerdem fallen bis 2020 zehn Prozent der Planstellen weg. Bei WDR 3 sind das acht, bei WDR 5 zehn. Hörfunkdirektorin Valerie Weber sagte, der Leitsatz sei: "Lieber Dinge ganz lassen, um in andere investieren zu können." Der Ausbau des teuren Hörspiels sei das beste Beispiel.

Auf der anderen Seite stünden schmerzhafte Einschnitte: So wird es die Literatursendung "SpielArt" nur noch an Feiertagen geben. Zudem entfällt werktags die "Bärenbude" für jüngere Kinder - nur in digitalen Spartenkanälen und im Internet wird es noch Wiederholungen geben. Dafür gibt's sonntags den "Bärenbude-Wecker". Wegen der Ganztagsbetreuung rückt das Programm für ältere Kinder in den Abend. WDR 3 meldet zudem zwei prominente Neuzugänge: Samstags präsentiert Götz Alsmann von 13 bis 15 Uhr Jazz, sonntags gestaltet der international bekannte Geiger Daniel Hope zur selben Zeit Klassik.

(dpa)
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