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Köln
WDR stellt "Hier und Heute" ein

Rangliste: Die besten "Tatort"-Teams
Rangliste: Die besten "Tatort"-Teams FOTO: dpa, Sven Hoppe
Köln. Laut Informationen unserer Zeitung endet das traditionsreiche Reportageformat Ende des Jahres. Von Sebastian Peters und Martina Stöcker

Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) plant nach Informationen unserer Zeitung, sein Magazin "Hier und Heute" zum Ende des Jahres einzustellen. Die Autoren und Mitarbeiter der "Hier-und-Heute-Reportage" hat eine Mail erreicht, wonach die 15-Minuten-Reportage zum Jahresende gestrichen werden soll. Ersatzweise soll es, so heißt es in einem geschlossenen Mitarbeiterforum des WDR auf Facebook, montags um 22.10 Uhr einen halbstündigen Sendeplatz geben. In dem Facebook-Eintrag wird auch auf die Mail eines Redaktionsleiters verwiesen. Dieser soll den Mitarbeitern geschrieben haben: "Damit verbunden ist die Aufgabe, einen besonderen Schwerpunkt auf die Entwicklung von netzbasierten Doku-Projekten zu legen. Das Format der viertelstündigen Reportage soll es mit diesem neuen Sendeschema nicht mehr geben."

Der WDR wollte das Aus der Sendung nicht bestätigen. "Tatsache ist, dass es Überlegungen gibt, ,Hier und Heute' auf einen anderen Sendeplatz im Abendprogramm zu verlegen", erklärte eine Sprecherin des Senders auf Anfrage. Diese Überlegungen seien Teil des Reformprozesses im WDR-Fernsehen. Ein entsprechendes Gesamtkonzept liege dem Rundfunkrat vor. Das Gremium werde darüber nach der Sommerpause beraten und entscheiden. Vorher werde man keine weiteren Details bekannt geben.

Die Mitarbeiter befürchten, dass bald weniger Kameraleute und Personal für den Schnitt benötigt werden. Für zusätzlichen Unmut sorgt auch, dass der WDR nun am Programm spart, gleichzeitig aber die Gottschalk-Affäre für Schlagzeilen sorgt. "Gottschalk bekommt zwei Millionen Euro vom WDR fürs Nichtstun, und beim WDR-Personal wird gespart."

"Hier und Heute" ist eines der ältesten noch existierenden Formate im deutschen Fernsehen. Die erste Sendung wurde 1957 ausgestrahlt, damals im NRW-Vorabendprogramm der ARD. 1993 kam schon einmal das vorläufige Ende für sie. Seit 1998 ist die Reihe an sechs Tagen der Woche wieder im WDR zu sehen. Mit der Umstrukturierung würde sich der Vorabend verändern - die "Aktuelle Stunde" könnte sich dann um fünf Minuten verlängern.

Quelle: RP
 
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