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"Mars"
Weltraumdrama auf Faktenbasis

London. Eine neue Serie zeigt, wie eine bemannte Mars-Mission aussehen könnte. Von Katrin Kasper

Wir schreiben das Jahr 2033. Sieben Monate lang reist eine Raumschiffbesatzung durchs All, um erstmals den Roten Planeten zu betreten. Doch als die "Daedalus" endlich die Mars-Atmosphäre erreicht, fällt das Landesystem aus und die sechsköpfige Astronauten-Crew erlebt den ersten lebensbedrohlichen Notfall auf ihrer historischen Mission.

Ein Schwenk zurück in die Gegenwart. Elon Musk, Gründer des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX, erklärt, warum die Landung auf dem Mars eine Herausforderung ist und wie er sie mittels modernster Technologie meistern will. Ziel ist, den Roten Planeten zu kolonisieren.

Die Szenen stammen aus der TV-Serie "Mars", einer Mischung aus fiktivem Weltraumdrama und der Dokumentation des aktuellen Forschungsstands. Sie ist ab Sonntag beim Bezahlsender National Geographic Channel erstmals zu sehen.

Mit der sechsteiligen Serie haben die Hollywood-Produzenten Brian Grazer, Ron Howard und Justin Wilkes nicht nur ein spannendes Drama geschaffen, sondern zeigen dem Zuschauer auch faktenbasiert, wie eine bemannte Mars-Mission in naher Zukunft aussehen könnte.

"Science-Faction" könnte man das Genre nennen, bei dem die Handlung im Gegensatz zur Science-Fiction den Naturgesetzen unterworfen ist - aber eben auch kinoreif inszeniert wird. Mit dieser Mischung sei das Projekt einzigartig, schwärmte Mitproduzent Ron Howard ("Inferno", "Apollo 13") auf einer Pressekonferenz in London.

Auch eine deutsche Schauspielerin ist an Bord: Cosima Shaw ("The Danish Girl") spielt die britische Kernphysikerin und Astronautin Leslie Richardson. Das TV-Ereignis soll Regisseur Everardo Gout ("Days of Grace") zufolge nicht nur über die mögliche bemannte Mission zum Mars informieren, sondern auch zum Träumen anregen: "Wir haben die Chance, die Welt, die Gesellschaft zu inspirieren, zu ändern."

Wann die erste bemannte Marsmission stattfinden wird, kann niemand mit Gewissheit sagen. Die Serie "Mars" erlaubt aber bereits einen Einblick in die Forschung, die es möglich machen kann.

"Mars", National Geographic Channel, So., 21 Uhr

(dpa)
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