| 09.29 Uhr

"Wer wird Millionär?"
Dortmunder bei Günther Jauch mit großer Klappe

Wer wird Millionär: Der witzigste Moment des Abends mit Günther Jauch
Kandidat James Mean und Günther Jauch bei "Wer wird Millionär?". FOTO: RTL/Frank Hempel
Köln. Sein größter Traum? Rockstar werden! Dass er dazu die passende Attitüde hat, bewies der Dortmunder Promotionsstudent James Mean (34) bei "Wer wird Millionär?" bereits, bevor er das erste Wort gesagt hatte. Denn auf dem T-Shirt des Mützenträgers stand in riesigen Lettern: "Deine Mudda hört Kings Tonic" – eine Anspielung auf seine Dortmunder Punkrock-Band. Von Jessica Balleer

Witzigster Moment des Abends

Bei der Auswahlfrage bewies der 34-Jährige Schnelligkeit und Sportwissen: "Beim Ordnen von Tennisspielern nach dem Zeitpunkt ihrer ersten Nummer-1-Platzierung in der Weltrangliste setzte er John McEnroe (1980), Stefan Edberg (1990), Andre Agassi (1995) und Roger Federer (2004) in die richtige Reihenfolge. Den witzigsten Dialog des Abends führten der Moderator und der Student wenig später. Jauch fragte, wie weit er mit seinem Lebenstraum "Rockstar werden" denn gekommen sei. Means schlagfertige Antwort: "Offensichtlich noch nicht so weit, sonst wäre ich ja nicht hier, sondern beim Promi-Special."

Die Herkunft seines Namens

Der Dortmunder schreibt derzeit seine Doktorarbeit in Geschichte. Aufgewachsen ist er in Tansania, wo sein Vater in den 1980er Jahren Entwicklungsarbeit geleistet hatte. Dort hat sich der Sänger auch seinen Künstlernamen ausgedacht: "James geht in jedem Land", sagte Mean als Begründung. Seinen richtigen Namen wollte er dem Moderator partout nicht verraten.

Fotos: WWM - Diese Kandidaten holten die Million FOTO: RTL

Die interessanteste Anekdote

Der größte Gigg seiner Band liege neun Jahre zurück, verriet Mean. In Sibirien war "Kings Tonic" als Vorband des Ex-Modern-Talking-Stars Thomas Anders aufgetreten. Auf dem Festival waren 50.000 Besucher. Den Sänger und seinen Bandkollegen, der als Begleitung mit im Studio saß, zeichneten nach eigenen Angaben vor allem drei Dinge aus: Gitarrenspiel, Gesang und eine sehr große Klappe. "Das können wir", bestätigte der Kandidat grinsend. Trotzdem startete er mit der "Schisser-Variante" – ohne vierten Joker – ins RTL-Ratespiel.

Die Weisheit des Abends

Die ersten Fragen meisterte der Musiker problemlos. Die 8000-Euro-Frage drehte sich um NRW: "In einer Stadt am linken Niederrhein leben rund 100.000 Suppenlöffel, Bräter, Sparschäler oder Moerser?" Der Sänger wusste: "Das ist in der schönen Stadt Moers!" Bei der 16.000-Euro-Frage blieb Mean ratlos. Jauch wollte wissen, was man in Wörterbüchern als "Präposition mit Genitiv" findet: A) braut B) paar C) hoch D) zeit? Der Dortmunder zog den Telefonjoker, Lateinlehrerin Maren Abendroth. Mit dem Satz "Erare humanun est" (Irren ist menschlich) begrüßte Jauch die Lehrerin. Aber auch sie bewies Menschlichkeit und konnte nicht weiterhelfen.

Günther Jauchs größter Tipp

Bilden Sie einen Satz mit "braut", sagte der Moderator. Dem Dortmunder fiel nur ein: "Er braut Bier." Jauch half erneut und summte: "Hmm hmm hmm, wollte er Rockstar werden." James Mean ergänzte: "Zeit seines Lebens, wollte er Rockstar werden." Das hätte ihm der Moderator auch direkt sagen können, scherzte er und nahm richtigerweise Antwort D): zeit. Mit "Abscheu und Empörung" nahm Jauch die Undankbarkeit hin und gratulierte zu 16.000 Euro. Bei der letzten Frage des Abends war der 34-Jährige auf sich gestellt, erriet aber richtig, dass die "Schlechtwetterzeit" gemäß § 101 Sozialgesetzbuch III am 1. Dezember beginnt und am 31. März endet.

Am Ende des Abends war nicht nur sein eigenes Konto voller – bis zur nächsten Sendung (Rosenmontag) verweilt Mean bei 16.000 Euro. Auch die Facebook-Seite der Band "King Tonics" hatte am Anfang des Abends noch 7765 "Gefällt-mir-Angaben", und um 21.15 Uhr bereits 7875.

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