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"Wer wird Millionär?"
Kandidat aus Münster zockt sich zur Millionen-Frage

Wer wird Millionär: Günther Jauch stellt Kandidat die Millionenfrage
Leon Windscheid und Günther Jauch. FOTO: RTL/Frank Hempel
Köln. Bei "Wer wird Millionär?" hat es nach Monaten endlich wieder ein Kandidat in einer regulären Sendung bis zur finalen Eine-Million-Euro geschafft. Moderator Günther Jauch stellt Leon Windscheid aus Münster die Frage. Der spannende Weg zur Million führte über Flirttipps, wirre Monologe und die ominöse "Elo-Zahl". Von Jessica Balleer

Nachdem im Jackpot-Special am Freitagabend die Dresdnerin Nadja Sidikjar 1,5 Millionen Euro gewonnen und es, ebenso wie ihr Kontrahent Ulrich Büttner, bis zur Eine-Million-Euro-Frage geschafft hatte, ist Leon Windscheid der erste Kandidat seit langer Zeit, der die letzte Frage seiner Runde richtig beantworten könnte.

Für 16.000 Euro wollte Jauch wissen, welche Jahreszeit beginnt, wenn die Mittagssonne am südlichen Wendekreis im Zenit steht. Der Kandidat verfiel in einen Monolog über geographische Gefilde und das Sonnensystem. Mit dem 50/50-Joker blieben der "Sommer" und die richtige Antwort "Winter" stehen. Jauch erklärte: Am 21. und 22. Dezember stehe die Sonne am höchsten.

Dann verriet der Kandidat zwei Flirttipps: Wenn man zwei Sachen frage, und das auch noch in das rechte Ohr der anderen Person, hätte man bessere Flirtchancen. "Ist das die Empirie Ihrer Doktorarbeit!?", fragte Jauch scherzhaft. Für den Doktoranden hat es funktioniert. Obwohl die Freundin im Publikum relativierte: "Eigentlich lag es am Getränk, das er dabei hatte."

Wenn der Zusatzjoker ahnungslos ist

Mehr Verwirrung als Klarheit schuf die Dame aus dem Publikum, die als Zusatzjoker helfen sollte zu klären, welche aufeinanderfolgenden Monate dieses Jahr mit einem Sonntag begannen. "Warum steht die denn auf?", fragte man sich als Zuschauer während des irritierenden Gequatsches der Frau. Ein Fall von sicherem Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit. Jauch war nach der Diskussion so fertig, dass er den Zuschauern für das Gewinnspiel nahelegte: "Nehmen Sie Ihren scheiß Taschenkalender und gucken Sie bitte nach!" Richtig war übrigens Februar/März.

Jauch ist gebürtiger Münsteraner

Mit zwei Jokern ging Windscheid die 125.000-Euro-Hürde an. Der ehemalige Philosophie-Lehrer sollte als Telefon-Joker beantworten, wobei der Programm- und Kunstbeirat den zuständigen Minister unterstützen: A) Verkehrsschilder B) Wahlplakate C) Briefmarken oder D) Plenarsaal. Richtig war C. Finanzminister Schäuble sei dafür verantwortlich.

Seinen Kahn, den er von dem Gewinn finanzieren will, wolle er Günther nennen. Eine besondere Ehre für Jauch, der in Münster geboren wurde. Danach sei er nie mehr dort gewesen. Zur ersten eigenen Technoparty lud ihn der Doktorand und Partyveranstalter gleich ein.

Millionenfrage am 7. Dezember

Spätestens jetzt wurde es richtig spannend. Die 500.000-Euro-Frage drehte sich um die Elo-Zahl. "Je höher seine Elo-Zahl, desto besser der... A) Formel 1-Motor B) Geschirrspüler C) WLAN-Router oder D) Schachspieler?" Das Publikum stimmte mit 31% für Geschirrspüler und 41% für Schachspieler. Damit bestätigten sie die Tendenz des Kandidaten. Er haderte. Er überlegte – und zockte sich zu 500.000 Euro. Denn Schachspieler (D) erhalten für einen Sieg einen und für ein Unentschieden einen halben Punkt. Wer mehr als 2700 Punkte hat, darf sich "Super Großmeister" nennen.

Der Rest der Sendung war Glückseligkeit. Am 7. Dezember stellt Jauch die Millionenfrage. Auch davon hängt ab, ob Windscheids Boot den Schriftzug "Günther" in Blattgold-Lettern oder doch nur mit Filzstift erhält.

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