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"Wer wird Millionär?"
Jauch irritiert Kandidat aus Köln schon bei der 2000-Euro-Frage

Wer wird Millionär: Über den runden Einwärtsdreher und den Star Wars Tag
Moderator Günther Jauch mit Mohamed Mahjoubi. FOTO: RTL / Frank Hempel
Köln. Souverän manövrierte sich der 35-jährige Jurist Mohamed Mahjoubi am Montagabend durch die Fragen von Günther Jauch – nur Gloria von Thurn und Taxis brachte ihn kurzzeitig ins Schwitzen. Der Schweizer Tätowierer Nicolas Fässler konnte außerdem 64.000 Euro mit nach Hause nehmen.  Von Laura Ihme

Günther Jauch hat doch eigentlich immer ein großes Herz – zumindest bis 16.000 Euro, findet Mohamed Mahjoubi. Umso erstaunter war er, als der "Wer wird Millionär?"-Moderator ihn bereits bei der 2000-Euro-Frage vermeintlich ins offene Messer laufen ließ. "Erzählt Gloria von Thurn und Taxis in Italien von ihrer Landeshauptstadt, dann spricht die...?", lautete die Frage, a) Fürstin von Monaco, b) Kaiserin von China, c) Königin von England oder d) Prinzessin von Schweden.

München heißt auf Italienisch Monaco

Schnell fiel die Entscheidung des 35-jährigen Juristen, der im öffentlichen Dienst bei der Stadt Köln arbeitet, auf Antwortmöglichkeit a). Und folgerichtig kommentierte Jauch, dass doch die südafrikanische Ex-Schwimmerin Charlène die Fürstin von Monaco sei und Gloria von Thurn und Taxis nicht bei den Grimaldis residiere, sondern auf ihrem Schloss im bayerischen Regensburg – die Frage schien für Mahjoubi verloren. Zwischen den Zeilen gelesen, lag er allerdings richtig: Denn die Landeshauptstadt von Bayern ist schließlich München, auf italienisch also Monaco. Und Frau von Thurn und Taxis ist auch eine Fürstin. Günther Jauch hat also doch ein Herz.

Sehr viel souveräner schlug sich der Kölner bei den anderen Fragen. So wusste er, dass Patrick Süskind der Autor von "Das Parfum" ist, dass ein Rindermedaillon im Gegensatz zum Bernsteinamulett besser nicht allzu lang in einer Schmuckschatulle aufbewahrt werden sollte und dass das Jugendwort des Jahres 2015 "Smombie" lautet. Mit dieser Frage schaffte er es dann auch bis auf 16.000 Euro zum Ende der Sendung.

Tätowierer Nicolas Fässler gewinnt 64.000 Euro

Doch Mahjoubi war am Montag nicht der einzige Kandidat bei "Wer wird Millionär?". Vor ihm trat noch der Schweizer Tätowierer Nicolas Fässler im Rennen um die Million an (und wählte im Übrigen wie Mahjoubi nach ihm die Risikovariante des Spiels mit vier Jokern aber ohne Sicherheitsstufe bei 16.000 Euro) und stellte sich ebenso souverän den Fragen von Jauch.

Richtig beantworten konnte Fässler beispielsweise die Frage, in welcher Sportart man mindestens einmal liegen und einmal stehen muss (Biathlon) und wozu Schneiderkreide benötigt wird. Seinen ersten Joker nutzte er bei der 8.000-Euro Frage. "Wer kam rund 200 Jahre nach Marie Antoinette in derselben Stadt zur Welt", lautete diese, zur Antwort standen dabei Sängerin Shakira, Rapper Bushido, Cher und Falco. Nachdem Cher und Bushido durch den 50:50-Joker ausgeschlossen werden konnten, entschied sich Fässler für Falco – und behielt recht, denn wie Marie Antoinette ist auch er in Wien geboren worden. 

"Star Wars"-Frage dank Lehrling kein Problem

Seinem Lehrling im Tattoo-Salon verdankte Fässler anschließend den Erfolg bei der 32.000-Euro-Frage, als Günther Jauch wissen wollte, welches Datum als inoffizieller "Star Wars"-Tag gilt. Antwort: der 4. Mai – übersetzt auf Englisch. "Das heißt dann may the fourth be with you. Also wie die Macht. Das weiß ich, weil mein Lehrling ein totaler Star-Wars-Fan ist und ich mir das jedes Jahr an diesem Tag von morgens bis abends anhören muss", sagte Fässler – und versprach seinem Lehrling für seine Hilfe gleich einen Anteil am Gewinn. 

Noch ein weiteres Mal konnte der Schweizer aus Basel anschließend dank Hilfe aus dem Publikum eine Frage richtig beantworten und für 64.000 Euro erklären, dass der Begriff "Kannibalismus" ursprünglich aus den Tagebüchern von Christoph Kolumbus stammt.

Kandidat hört bei 125.000-Euro-Frage auf

Doch bei der 125.000-Euro-Frage scheiterte er schließlich und konnte trotz Telefonjoker nicht erraten, was der runde Einwärtsdreher ist, und beendete das Spiel. Dabei stellte sich am Ende sogar heraus, dass er richtig geraten hätte, denn bei den Antwortmöglichkeiten – a) ein Muskel im Arm, b) ein Manöver beim Segeln, c) ein Gerät zum Apfelschälen oder d) ein Teil des Wattenmeers –  hätte er auf a) getippt, und das wäre richtig gewesen. Sonderlich traurig war der 34-Jährige darüber aber nicht, viel mehr freute er sich auf einen Paris-Urlaub mit seiner Mutter.

Während Fässler seinen Gewinn schon genießen kann, muss Mohamed Mahjoubi noch zittern – und mit ihm die Zuschauer. Denn wie es mit dem Kölner weitergeht, erfahren sie erst in zwei Wochen am Montag, 29. Februar. In der kommenden Woche zeigt RTL nämlich ein Zocker-Spezial von "Wer wird Millionär?". Erst danach in der Woche geht es mit der regulären Sendung weiter.

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