| 07.11 Uhr

Berlin
Zoff in der Tanzschule

Berlin. Ihre Ex bittet sie um Hilfe. So raufen sich zwei ehemalige Konkurrenten wieder zusammen - mit Erfolg. Von Ulrike Cordes

Zwei Konkurrenten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Joachim (Uwe Ochsenknecht) ist ein Pullunder und Schlips tragender früherer Buchhalter, der seine Wohnung und seine Haushaltskasse picobello in Ordnung hält. Im Hawaiihemd verkörpert dagegen Hans (Herbert Knaup) den Typus "ewig abgebrannter Lebenskünstler". Ihn hat seine Freundin gerade aus der von ihr finanzierten gemeinsamen Bleibe geworfen.

Beide Herren um die 60 waren mal mit Isolde (Andrea L'Arronge) verheiratet. Die hat sich nun ein Bein gebrochen - und bittet ihre Ex nach Jahren der Funkstille, sich um ihre Tanzschule zu kümmern. Was Joachim und Hans zunächst nicht ahnen: Isolde spielt beide gegeneinander aus und sagt dafür jedem genau das, was er hören möchte. So denken beide Protagonisten, sie seien der neue Chef im (Tanz-)Ring. Der Hilfseinsatz gestaltet sich entsprechend problematisch. Doch schließlich merken sie mehr und mehr, dass sich ihre Charaktere eigentlich ergänzen: Joachim ist ein ordentlicher Standardtänzer - und Hans kann Menschen für sich gewinnen.

Dadurch schaffen es beide unter anderem, den Ausfall der tollen Tanzlehrerin Martha (Sonia Diaz) zu kompensieren. Unerwartete Unterstützung bekommen sie von Marthas talentiertem Sohn Carlo (Jawad Rajpoot), der mit seinen Hip-Hop-Einlagen nicht nur eine Seniorengruppe aufmischt. Er begeistert auch die frisch akquirierten Schulklassen samt der hübschen Sophie (Lisa Vicari). Mit dem Dreiergespann kommt ein neuer Geist in die umgekrempelte Tanzschule. Der Erfolg gefällt aber nicht allen. Die ersten Bewährungsproben für das neue "Dream-Team" lassen nicht lange auf sich warten.

Die von Thomas und Stephanie Kronthaler geschriebene Buddykomödie ist allerdings doch etwas zu stereotyp und leichtgewichtig. Tanz und Musik laden zwar zu guter Laune ein. Es bleibt aber vor allem etlichen charmanten Darstellern zu verdanken, wenn man letztlich an einem mittelmäßigen Drehbuch doch noch einigermaßen Spaß hat.

"2 Sturköpfe im Dreivierteltakt", Das Erste, 20.15 Uhr

(dpa)
 
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