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New York
Fiat-Erbe soll eigene Entführung vorgetäuscht haben

New York. Der millionenschwere italienische Unternehmer und Designer Lapo Elkann ist für seinen ausschweifenden Lebensstil bekannt. Teure Autos, Privatjets, Partys, Drogen und Alkohol gehören zu seinem Alltag. Nun aber soll der Enkel des 2003 gestorbenen Fiat-Patriarchen Gianni Agnelli sogar für seine Verhältnisse noch einen draufgesetzt haben. Nachdem der 39-Jährige zwei Tage lang mit einer Transgender-Prostituierten (29) in New York gefeiert haben soll und ihm angeblich das Geld ausgegangen war, täuschte er seiner Familie kurzerhand eine Entführung vor und verlangte Lösegeld. Die Auflösung vorneweg: Der Plan ist schiefgegangen.

Wie die Zeitung "New York Daily News" berichtet, soll Elkann, der im Sommer mit der ehemaligen deutschen Schönheitskönigin Shermine Shahrivar (34) liiert war, am vergangenen Wochenende seiner Familie mitgeteilt haben, er sei entführt worden. Eine Frau halte ihn gefangen und fordere 10.000 US-Dollar (knapp 9500 Euro) an Lösegeld.

In Wahrheit sollen sich die beiden dem Bericht nach jedoch mit Alkohol, Kokain und Heroin vergnügt haben. Als sie dafür kein Geld mehr hatten, soll Elkann die Idee mit der Entführung gekommen sein. Bei der Geldübergabe vor dem Gebäude im Stadtteil Manhattan, in dem die Prostituierte wohnen soll, seien sie dann von der Polizei festgenommen worden. Schnell sei klar gewesen, dass die Entführung von dem 39-Jährigen selbst fingiert war.

Elkann wuchs in Frankreich auf und galt als der Lieblings-Enkel Agnellis. Er arbeitete unter anderem als persönlicher Assistent des ehemaligen US-Außenministers Henry Kissinger und übernahm 2004 für kurze Zeit die Marketingabteilung des Fiat-Konzerns. 2005 wäre er fast an einer Drogenüberdosis gestorben.

(emy)
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