| 09.21 Uhr

Langeoog/Cuxhaven
Frachter noch nicht geborgen

Langeoog/Cuxhaven. Das vor Langeoog gestrandete Schiff ist eine potenzielle Gefahr fürs Watt.

Die Bergung des vor der Nordsee-Insel Langeoog auf Grund gelaufenen Frachters kann noch bis zu drei Tage dauern. Das sagte Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel nach einem Besuch des Havariekommandos in Cuxhaven. Ein Bergungsunternehmen aus den Niederlanden sei an Bord und erstelle einen Plan, um das Schiff zu befreien. Er könne keinen genauen Zeitpunkt nennen, wann es losgehe.

Die 225 Meter lange "Glory Amsterdam" war am Sonntag während des heftigen Sturms auf eine Sandbank getrieben. Der Schüttgutfrachter ist nach Angaben des Havariekommandos nicht beschädigt. Dennoch fürchten Umweltschützer und Küstenfischer schlimme Folgen. In den Treibstofftanks des Schiffes befinden sich gut 1800 Tonnen Schweröl sowie 140 Tonnen Marinediesel. Damit sei der Unglücksfrachter eine erhebliche Gefahr für den Nationalpark Wattenmeer, teilte die Umweltschutzorganisation WWF mit. Die deutschen Kutter- und Küstenfischer befürchten, dass austretendes Öl die Fanggebiete über Monate verschmutzen könnte. "Es ist eine kritische Situation, aber die Experten sind der Meinung, dass man die Bergung vornehmen kann", sagte der niedersächsische Umweltminister. Bisher gebe es aber keine Anzeichen, dass Öl ausläuft.

(dpa)
 
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