Barbara Becker präsentierte eigene Schmuck-Kollektion: Frau mit Ideen
zuletzt aktualisiert: 02.09.2002 - 10:39Düsseldorf (RP). "Das ist doch Babs Becker", meint Marlies Müller aufgeregt und stupst ihre Freundin an. "Ja, unglaublich." Samstagmittag auf der Düsseldorfer Kö folgen die Frauen aus Essen Kamera- und Fernsehleuten, bleiben Babs auf den Fersen. Mit Erfolg.
Vor dem Eingang zum Modehaus Eickhoff gibt`s auf dem ausgerollten roten Teppich Plausch und Autogramme, bevor die 35-Jährige im saharabraunen Wildledermantel über dem Pucci-Kleid aus den 70er Jahren in den 1. Stock eilt. Dort präsentiert sie erstmals in Deutschland ihren selbst entworfenen Schmuck.
Auf Wildlederläppchen liegen die Ketten aus alten afrikanischen Perlen, Münzen und Kreuzen. "Es ist Schmuck, der Geschichten erzählt", meint die Ex-Frau des Tennisstars, das Haar zum Knoten am Hinterkopf zusammengerollt. Extrem gut gelaunt lässt sie das Blitzlichtgewitter der Fotografen über sich ergehen: Mal flankiert von Models in den neuesten Herbst-Kleidern, mal mit dem von ihr als "Deutschlands Mode-Papst" bezeichneten Albert Eickhoff im Arm.
"Ich habe schon immer Ketten für meine Freundinnen gemacht. Für sie sind das Talismänner oder Gebetsketten", erzählt die ehemalige Waldorf-Schülerin. Die Steine mit Patina, die sie einzeln auffädelt, ersteht sie auf Basaren, Trödelmärkten oder kauft sie in Afrika. "Abends zu Hause breite ich dann meine Schätze aus", verrät die Sammlerin. Zwischen 200 und 500 Euro kosten die Preziosen. Was klein mit Einzelstücken anfing, will die schöne Dunkelhäutige mit Geschäftssinn ausbauen: "Da ich nicht mehr so viel reise wie in meinem vorigen Leben, habe ich neben meinem Hauptberuf als Mutter dafür Zeit." Designerin will sie aber nicht genannt werden. "Ich bin auch keine Moderatorin, dazu habe zu viel Respekt vor diesen Berufen. Ich bin eine Frau mit kreativen Einfällen." Im Gespräch mit der RP möchte Barbara Becker zwar nicht über Boris sprechen, dafür verrät sie aber, was für einen Mann sie sich wünscht: "Er muss mich zum Lachen bringen und souverän im Leben stehen. Einer, an den ich mich anlehnen kann und nicht umgekehrt, denn zwei Kinder habe ich bereits." Aber so einfach sei es nicht, jemanden kennenzulernen.
Abends beim "Diner au Pavillon", zu dem Albert und Brigitte Eickhoff 140 Gäste - Guido Westerwelle, Hamburgs Ballettdirektor John Neumeier, Prof. Gertrud Höhler, Hans-Dietrich Genscher, Salzburgs Grande Dame, Marianne Fürstin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn - nach Meerbusch geladen hatten, brachte jedenfalls der charmante Udo Jürgens seine Tischnachbarin Barbara Becker im Streublumenkleid schon mal zum Lachen.
Von DAGMAR HAAS-PILWAT
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