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Anklage in Freiburg
43-Jähriger wollte angeblich Kind missbrauchen und töten

Freiburg: 43-Jähriger wollte angeblich Kind missbrauchen und dann töten
Ein 43-Jähriger steht bald vor Gericht, weil er geplant haben soll, ein Kind zu missbrauchen und zu töten (Symbolbild). FOTO: dpa
Freiburg. Sein Plan soll es gewesen sein, ein Kind zu missbrauchen und zu töten. Dafür soll ein 43-Jähriger im Internet nach einem Jungen gesucht haben. Gegen den Mann wurde nun in Freiburg Anklage erhoben.

Der Schleswig-Holsteiner soll im Darknet den 39 Jahre alten Freund der Mutter des neunjährigen Jungen angefragt haben, ob er das Kind missbrauchen und dann töten könne. Zu dem Treffen im Freiburger Raum sei es nicht gekommen, weil der 39-Jährige, der wegen Kindes-Vergewaltigung verurteilt ist, die Ermordung des Jungen ablehnte. Das teilte die Freiburger Staatsanwaltschaft mit.

Alternativ habe sich der 43-Jährige erkundigt, ob man gemeinsam ein anderes Kind entführen, missbrauchen und töten könne, berichtete die Staatsanwaltschaft weiter. Die Anklage wurde am 1. Februar wegen "Sichbereiterklärens zum Mord und Sichbereiterklärens zum schweren sexuellen Missbrauch von Kindern" erhoben. Außerdem wird dem Mann der Besitz kinder- und jugendpornografischer Videos zur Last gelegt.

Fesselwerkzeug im Gepäck

Der Angeklagte sitzt seit Anfang Oktober vergangenen Jahres in Untersuchungshaft und ist einschlägig vorbestraft. Er war extra für die Vergewaltigung des Jungen angereist - zu dem Zeitpunkt waren ihm aber die Ermittler schon auf der Spur. Spezialkräfte nahmen ihn in Karlsruhe fest. Der Mann hatte Fesselwerkzeug im Gepäck und soll vorher schon Tötungsfantasien im Zusammenhang mit dem Missbrauch von Kindern geäußert haben.

Gegen einen weiteren mutmaßlichen Sexualstraftäter ist beim Landgericht Freiburg bereits eine Anklage anhängig. Um wen es sich handelt, wurde bisher nicht mitgeteilt. Insgesamt sitzen acht Verdächtige aus dem In- und Ausland in Untersuchungshaft, darunter die 47 Jahre alte Mutter des Jungen und ihr Freund.

Dem Paar wird vorgeworfen, das Kind seit 2015 gegen mehrere Tausend Euro für Sex im Internet angeboten zu haben. Außerdem soll sich das Paar selbst an dem Jungen vergangen haben. Der Neunjährige ist inzwischen in staatlicher Obhut.

(gaa/dpa)
 
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