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Delmenhorst
Freigänger missbraucht Frau und tötet sich selbst

Delmenhorst. Ein Strafgefangener hat bei einem begleiteten Ausgang eine Bedienstete der Justizvollzugsanstalt Lingen missbraucht und sich anschließend getötet. Die Frau sei in medizinischer und psychologischer Behandlung, teilte das niedersächsische Justizministerium gestern mit. Zu näheren Einzelheiten der Tat am Montag in Delmenhorst äußerte sich die Behörde nicht.

Der 27-jährige deutsche Staatsbürger war wegen sexueller Nötigung in Spanien zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt worden und seit 2014 in deutscher Haft gewesen. Ansonsten war er nicht vorbestraft. Im Mai 2015 wurde er in das Behandlungsprogramm für Sexualstraftäter aufgenommen. Dabei absolvierte er bis Februar dieses Jahres alle erforderlichen Behandlungsschritte, bei 50 begleiteten Ausgängen gab es keine Beanstandungen. Im August 2018 hätte er seine Strafe abgesessen. Der Vorgang werde untersucht, bisher seien aber keine Regelverstöße vonseiten des Strafvollzugs zu erkennen.

(dpa)
 
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