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Hamburg
Freispruch im Prozess um Leiche in Lokal

Hamburg. Im Prozess um eine Leiche im Fußboden eines Hamburger Lokals ist der angeklagte Koch überraschend freigesprochen worden. Das Gericht ging gestern von einer Notfallsituation aus. Der Vorsitzende Richter betonte, dass die Tat an der Grenze dessen sei, was als Notwehr gerade noch erlaubt werde. Der 52 Jahre alte Koch hatte im vergangenen September einen angeblichen Schutzgelderpresser bei einer Rangelei in seinem Lokal mit einem Kopfschuss getötet, hatte er zum Prozessauftakt gestanden. Die Leiche des 49-Jährigen hatte er in einer Grube im Nebenraum des Lokals unter Baumaterial versteckt.

Die Angehörigen des Toten riefen in Richtung des Freigesprochenen: "Schwein!", "Mörder, Mörder!" und "Das ist noch nicht das Ende!" Der Koch des kleinen Lokals hatte dem Schutzgelderpresser über die Jahre mindestens 25.000 Euro gezahlt und sich verschuldet. Am Tatabend kam dieser laut Gericht mit einer scharfen Waffe ins Lokal, bedrohte ihn mit dem Tod und sagte, seine Töchter sollten anschaffen gehen.

(dpa)
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