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Leverkusen
Fußballprofi will "Knolle" nicht zahlen

Leverkusen. Der Leverkusener Hakan Calhanoglu bestreitet, zu schnell gefahren zu sein.

Hakan Calhanoglu vom Fußball-Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen weigert sich, ein Bußgeld in Höhe von 125 Euro für zu schnelles Fahren zu bezahlen. Um seine Unschuld zu beweisen, hatte er dem Gericht ein humanbiologisches Gutachten vorgelegt: An der Form der Augenbraue sei zu erkennen, dass er nicht die geblitzte Person sei.

Nun soll ein zweites Gutachten endgültige Klarheit bringen. Diese Expertise beschäftigt sich mit der Frage, ob die Geschwindigkeitsmessung, bei der der vermeintliche Tempo-Verstoß festgestellt wurde, ordnungsgemäß war. Derzeit sei das Ergebnis auf dem Weg zur Staatsanwaltschaft, die auf dieser Grundlage entscheiden wird, ob das Verfahren eingestellt wird oder es zur Verhandlung kommt.

Das Gutachten des Humanbiologen soll hingegen beweisen, dass der Mann am Steuer von Calhanoglus Wagen nicht Hakan Calhanoglu sei, hieß es im März. "Die Augenbraue ist auf dem Bild gerade. Aber in Wirklichkeit ist sie bei ihm geschwungen", erklärte Calhanoglus Anwalt. Der zuständige Richter sah das bislang anders. Deshalb wurde das zweite Gutachten in Auftrag gegeben, dessen Inhalt aber noch nicht öffentlich bekannt ist.

Mit 86 statt der erlaubten 60 Stundenkilometer soll Calhanoglu am 4. August 2015 auf dem Europaring in Leverkusen unterwegs gewesen sein. Das Bild auf dem Bußgeldbescheid zeigt den Mercedes des 22-Jährigen. 125 Euro und einen Punkt in Flensburg wären die Strafe für den Verstoß.

(sef)
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