Asche des Toten ein Teil des Rituals: Geistervertreibung nach Massaker in Kathmandu
zuletzt aktualisiert: 11.06.2001 - 12:56Kathmandu (rpo). In einer rituellen Aufarbeitung des Massakers im nepalesischen Königshaus sind am Montag in Kathmandu die Geister der Ermordeten aus der Hauptstadt vertrieben worden. Ein als König Birenda verkleideter brahmanischer Priester nahm das Ritual vor.
Der Priester nahm Besitztümer König Birendras an sich, bevor er auf einem Reitelefanten aus dem Tal vertrieben wurde.Nach dem Ritus des elften Tages bereitete er sich zuvor ein üppiges Mahl, zu dem in früheren Zeiten auch ein Körperteil des ermordeten Königs gehörte. Nach Angaben aus Palastkreisen gehörte diesmal etwas Asche des Toten dazu. Insgesamt wurden bei dem Massaker zehn Mitglieder der Königsfamilie getötet. An der Zermonie nahm König Gyanendra nicht teil. In der Nähe demonstrierten 200 Journalisten gegen die Festnahme von zwei Kollegen, die in der Zeitung "Kantipur" einen Artikel über einen maoistischen Rebellenführer veröffentlicht hatten. Ihnen wird Verrat vorgeworfen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







