Totes Mädchen im Main: Gen-Vergleich schließt vermisste Annika aus
zuletzt aktualisiert: 02.08.2001 - 12:30Frankfurt (rpo). Eine Genanalyse hat es bewiesen: Bei dem am Dienstag tot aus dem Main geborgenen Mädchen handelt es sich nicht um die seit fünf Jahren vermisste Annika Seidel aus Kelkheim bei Frankfurt.
Die Suche an den Ufern des Flusses habe bislang ebenso wie die öffentliche Fahndung keine verwertbaren Spuren ergeben.
Das Opfer war gerichtsmedizinischen Untersuchungen zufolge etwa 16 Jahre alt. Offenbar wurde es vor seinem Tod über längere Zeit schwer misshandelt. Unklar ist nach wie vor der Tatort des Mordes. Dass die Leiche im Main bei Frankfurt gefunden worden ist, bedeute keineswegs, dass das Mädchen auch hier ermordet wurde, sagte der Polizeisprecher.
Zeitungen hatten spekuliert, dass die vor fünf Jahren im Alter von elf Jahren entführte Annika von einem Perversen als "Sex- Sklavin" gefangen gehalten worden sein könnte. Nach ihrem Verschwinden hatte die Polizei gentestfähiges Material sichergestellt. Eine andere Theorie der Ermittler geht von einer dauerhaften Misshandlung des Mädchens im Familienkreis aus.
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