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Pressestimmen zum Flugzeugabsturz in den Alpen

Der Absturz des Germanwings-Maschine 4U 9525 ist eine der größten Katastrophen der jüngeren Luftfahrtgeschichte. Die Presse hat sich dem Thema aus verschiedenen Blickwinkeln genähert. Hier einige Beispiele.

Pressestimmen zum Flugzeugabsturz in den Alpen

"Frankfurter Allgemeine Zeitung":

Titel: "150 Tote bei Flugzeugabsturz in Frankreich". Autor Carsten Knop kommentiert: "So ist es das eine, der Opfer zu gedenken, das andere aber ist es, sich in die Tatsache fügen zu müssen, dass es selbst in unserer modernen, angeblich vollkommen vernetzten Welt Rätsel gibt, die sich so schnell nicht lösen lassen."

Pressestimmen zum Flugzeugabsturz in den Alpen

"Express":

Titel: "Die Germanwings-Tragödie"

Pressestimmen zum Flugzeugabsturz in den Alpen

"Rheinische Post":

Titel: "Tod in den Alpen". Kommentar von Chefredakteur Michael Bröcker: "Der 24. März 2015 wird im deutschen Gedächtnis bleiben. Den Schmerz, den Eltern empfinden, die ihre Kinder verloren haben, können nur Betroffene nachvollziehen. Den Freund, die Ehefrau bei einem Unglück zu verlieren, das keine schnelle Erklärung bietet, übersteigt das Verkraftbare. Wir maßen uns nicht an, dies nachempfinden zu können. Wir bekunden unsere Anteilnahme. Und wir müssen helfen aufzuklären. Es sind nicht nur 150 Menschen gestorben, sondern auch Illusionen, dass das sicherste Verkehrsmittel absolute Sicherheit garantieren könne. Eine akribische Analyse der Unglücksursache und möglicherweise eine Verbesserung der Sicherheitsvorkehrungen sind unverzichtbar."

 

Pressestimmen zum Flugzeugabsturz in den Alpen

"Süddeutsche Zeitung":

Titel: "150 Tote - Absturz schockiert Deutschland".
 

Pressestimmen zum Flugzeugabsturz in den Alpen

"Handelsblatt":

Titel: "Flug 4U 9525". Im Kommentar heißt es: "Die Katastrophe wird vieles verändern in Branche und Konzern. Doch was sie in unseren Köpfen anrichtet, ist am wenigsten zu prophezeien. Da lässt sich kein Strich drunterziehen wie unter eine Bilanz."

Pressestimmen zum Flugzeugabsturz in den Alpen

"Hamburger Morgenpost":

Titel: "Unter Schock!"

Pressestimmen zum Flugzeugabsturz in den Alpen

"Berliner Zeitung":

Titel: "Zerschellt in den Alpen". Arno Widman kommentiert: "Der Absturz erschüttert uns, gerade weil er sinnlos ist. Wir wissen auch, wie sehr der Verlust der Geliebten, der Mutter, des Kindes uns verletzt. Jeden von uns. Wir wissen: Es gibt keinen Trost. Es gibt die tätige, sich ums Alltägliche kümmernde Hilfe, die die Hinterbliebenen jetzt brauchen, und es gibt die Zeit, die ihnen dabei helfen wird, sich neu einzurichten. Mehr ist da nicht."

Pressestimmen zum Flugzeugabsturz in den Alpen

"Neue Westfälische":

Titel: "Trauer um die Opfer von Flug 4U 9525".

Pressestimmen zum Flugzeugabsturz in den Alpen

"Die Welt":

Titel: "Das Leid ist unermesslich". Welt-Chefkommentator Torsten Krauel beschäftigt sich in seinem Beitrag mit den Gefühlen der Angehörigen: "Es gibt, wie nun in den Alpen, den fernen Tod ohne jeden Abschied. Wenn sich in ihm überhaupt etwas Tröstliches finden lässt, dann die Erinnerung an Kinder, Geschwister, Freunde, Eltern und Verwandte so, wie sie vor dem Schicksalsschlag waren."

Pressestimmen zum Flugzeugabsturz in den Alpen

"Rhein Zeitung":

Titel: "Airbus-Absturz erschüttert Deutschland"

Pressestimmen zum Flugzeugabsturz in den Alpen

"Bild":

Titel: "150 Tote! Airbus-Absturz in den Alpen". Kommentator Florian von Heintze fragt: "WARUM? Fliegen, zumal in Deutschland, mit einer deutschen Fluglinie schien uns so sicher: Nie würde man an einen Absturz denken, warum auch? All die Kontrollen, die Technik, die erfahrenen Piloten. Es ist trotzdem passiert."

 

Pressestimmen zum Flugzeugabsturz in den Alpen

"Spiegel-Online":

Titel: "Frankreichs Justiz ermittelt wegen fahrlässiger Tötung"

 

Pressestimmen zum Flugzeugabsturz in den Alpen

"Focus-Online":

Titel: "Germanwings-Flugzeug stürzt mitten in Europa ab"

Pressestimmen zum Flugzeugabsturz in den Alpen

"taz":

Titel: "Nicht angekommen". Edith Kresta fasst in ihrem Kommentar die Stimmung der "taz"-Redaktion zusammen: "Wir sind schockiert, betroffen, traurig." Und weiter " [...] das Airbusunglück der deutschen Fluggesellschaft geht uns nahe, weil es uns nahe ist. Wir identifizieren uns damit; es hätte uns selber treffen können, einen Geliebten oder Angehörigen. Es untergräbt unser Gefühl von Sicherheit mehr, wenn das eigene Haus brennt, als ein Erdbeben in Somalia. Und es schürt unsere Flugangst mehr, wenn die als sicher geltende Lufthansa-Tochter betroffen ist, als ein anonyme Billigairline in Malaysia."

Pressestimmen zum Flugzeugabsturz in den Alpen

Auch im Ausland hat man sich mit dem Absturz auseinandergesetzt. Im Folgenden einige Beispiele:

"New York Times", USA:

Titel: "Flugzeugabsturz in den Alpen tötet 150 Menschen"

Pressestimmen zum Flugzeugabsturz in den Alpen

"Neue Züricher Zeitung", Schweiz:

Titel: "Absturz über den Alpen". Im Text hieß es: "Der Absturz des Germanwings-Flugs von Barcelona nach Düsseldorf hat in Deutschland grosse Bestürzung ausgelöst. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte alle Termine ab und trat am Nachmittag kurz im Bundeskanzleramt vor die Medien, um ihrer Betroffenheit und ihrer Verbundenheit mit den Angehörigen der Verunglückten Ausdruck zu geben. Der Geschäftsführer von Germanwings, Thomas Winkelmann, und der Flugbetriebsleiter des Unternehmens, Stefan-Kenan Scheib, verbaten sich jegliche Spekulation, sowohl über die Unglücksursache als auch über Angaben zu den Opfern."

Pressestimmen zum Flugzeugabsturz in den Alpen

"Le Monde", Frankreich:

Titel: "'Alles zerstört, man kann kein Flugzeug erkennen'"

Hier finden Sie weitere News und Infos zum Germanwings-Flug 4U9525.

Pressestimmen zum Flugzeugabsturz in den Alpen

"Libération", Frankreich:

Titel: "Tödlicher Crash im Herz der Alpen".  Im Kommentar heißt es: "Es ist ein harter Schlag für Airbus. Das Unternehmen hat ein Spezialistenteam zum Unfallort geschickt, um bei der Untersuchung der Ursachen zu helfen. Der Airbus A320 ist die von Lowcost-Gesellschaften wie Germanwings am meisten eingesetzte Maschine, weil die Gesellschaften zunehmend auf ein einziges Modell zurückgreifen, um bei der Wartung zu sparen. Airbus plant, im kommenden Jahr 46 Maschinen pro Monat zu produzieren (gegenwärtig sind es 42) und nach 2018 die Zahl zu erhöhen. Diese Perspektiven haben an der Börse am Abend zu einem Anstieg der Airbus-Aktie um 0,3 Prozent geführt, nachdem sie am Morgen um zwei Prozent gefallen war."

Pressestimmen zum Flugzeugabsturz in den Alpen

"Le Figaro", Frankreich:

"Es wird wohl mehrere Tage dauern, bis das Geheimnis gelüftet werden kann, das die Ursachen der Katastrophe des Airbus A320 der Fluggesellschaft Germanwings mit 150 Toten umgibt. Es ist einer der mörderischsten Unfälle in Frankreich seit dem Absturz der Concorde von Air France am 25. Juli 2000 kurz nach dem Start vom Flughafen Roissy-Charles de Gaulle, als 113 Menschen starben."

Pressestimmen zum Flugzeugabsturz in den Alpen

"Corriere della Sera", Italien:

"Der Flug einer deutschen Gesellschaft mit einem englischen Namen, Germanwings, Billigflieger von Lufthansa. Airbus 320, in Barcelona gestartet. In den Bergen der Provence abgestürzt, einen Steinwurf von Italien entfernt. Es ist eine gemeinsame Trauer, und wir spüren sie. Es ist ein Flug, den jeder hätte nehmen können, und den einige sicher schon genommen haben. (...) Ein Blick auf die Nachrichten zeigt es: Eine identische, akribische, leidenschaftliche Berichterstattung. Verschiedene Sprachen, gleicher Kummer. Wir haben einen Tag die Dinge vergessen, die uns trennen."

Pressestimmen zum Flugzeugabsturz in den Alpen

"Lidove noviny", Tschechien:

"Diesmal hat es kein malaysisches Flugzeug über der kämpfenden Ukraine oder ein algerisches über Mali getroffen, sondern eine durch und durch westeuropäische Maschine über einem Teil Westeuropas. Daraus lassen sich noch keine Schlussfolgerungen ziehen, außer vielleicht der, dass Flugzeuge abstürzen können. Und wenn es keinen klaren Schuldigen oder andere Erkenntnisse gibt, kommt in der Regel die Statistik zu Wort. Ist Fliegen sicher? Ja, sagen die zuständigen Behörden und deren Zahlen. Diese Zahlen sind nicht gefälscht, haben aber eine Schwäche. Sie rechnen nicht mit der vor zehntausenden Jahren im Kampf um das Überleben geformten Psychologie des Homo sapiens. Der Instinkt sagt ihm, dass ein Autofahrer mehr oder weniger Herr seines Schicksals sei, ein Passagier im Flugzeug aber nicht."

Pressestimmen zum Flugzeugabsturz in den Alpen

"Der Standard", Österreich:

"Offen wird natürlich nicht darüber gesprochen, doch der Absturz trifft die Lufthansa auch wirtschaftlich schwer. Hohe Pensionslasten, Fehlspekulationen beim Kerosin und die fortgesetzten Arbeitskämpfe haben den Gewinn des Dax-Konzerns im vergangenen Jahr fast auf null schmelzen lassen."

Pressestimmen zum Flugzeugabsturz in den Alpen

"Guardian Australia", Australien:

"Die unbestätigten Flugdaten von Tracking-Webseiten scheinen eine Explosion oder einen Totalausfall mitten in der Luft auszuschließen, weil dann der Sinkflug schneller gewesen wäre. Experten sagen, dass Flugzeuge im Fall eines Motorenversagens länger gleiten können."

Pressestimmen zum Flugzeugabsturz in den Alpen

"Berlingske", Dänemark:

"Trotz der aufsehenerregenden Katastrophen des vergangenen Jahres mit verschwundenen und abgestürzten Passagierflugzeugen war es noch nie sicherer zu fliegen, wie neue Untersuchungen zeigen. Aber so nehmen das die Passagiere nicht wahr. Jetzt können sie besorgt in Richtung Alpen schauen. Es mag wie ein Déjà-vu gewirkt haben, als die Meldung von einem Flugzeugabsturz in den Alpen am Dienstag kam. Wie etwas, das man einmal zu viel gehört hat."

Pressestimmen zum Flugzeugabsturz in den Alpen

"Guardian", Großbritannien:

"Trotz einer Reihe von Flugunfällen, die im vergangenen Jahr die Öffentlichkeit bewegten, bleiben Flugzeugabstürze in Europa eine Seltenheit. Germanwings hatte eine makellose Sicherheitsbilanz, und der letzte große Unfall der (Muttergesellschaft) Lufthansa ereignete sich 1993. Weltweit ereignet sich weniger als jeder zehnte Unfall während der Flugphase der Maschine."

Pressestimmen zum Flugzeugabsturz in den Alpen

"Times", Großbritannien:

"Der Airbus A320 gehört zu den beliebtesten Arbeitspferden in der Geschichte der Fluggesellschaften und steht in der Sicherheitsbilanz über dem Durchschnitt. Allerdings gibt es bei einigen Piloten Unbehagen wegen der hochautomatisierten Systeme des Airbus. Seit 1988 sind mehr als 1000 Menschen bei über 20 Unfällen mit Maschinen der A320 Familie gestorben. Die meisten dieser Unfälle standen jedoch nicht in Verbindung mit der technischen Gestaltung des Flugzeugs."