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Quito
Hilfe für Ecuador läuft an

Quito. Beim Erdbeben starben mehr als 350 Menschen - darunter eine irische Nonne.

Bei dem schweren Erdbeben in Ecuador sind mindestens 350 Menschen ums Leben gekommen. Die neue Zahl nannten die Behörden gestern. Tausende Menschen sind obdachlos. Inzwischen läuft internationale Hilfe für die Opfer an. Das Beben der Stärke 7,8 vom Samstag war das stärkste in dem Andenstaat seit 1949. Wissenschaftler registrierten seither rund 230 Nachbeben mit Stärken zwischen 3,5 und 6,1. Besonders stark betroffen sind die Küstenstädte Pedernales und Manta. Massive Schäden wurden zudem unter anderem aus den Städten Portoviejo und Guayaquil gemeldet, die einige Hundert Kilometer vom Epizentrum des Bebens entfernt liegen.

Kolumbien, Mexiko, Chile, Argentinien und El Salvador hätten zugesagt, so schnell wie möglich Katastrophenhelfer zu schicken, berichtete Vize-Innenminister Diego Fuentes. Auf Twitter luden Nutzer Dutzende Fotos von Menschen hoch, die noch vermisst werden. Lokale Medien berichteten immer wieder über Überlebende, die aus Trümmern geborgen werden konnten. Unter den Todesopfern sind offenbar auch eine irische Ordensfrau und fünf junge Postulantinnen ihres Ordens. Eine Treppe sei eingestürzt, als die 33-Jährige eine Gruppe von Schülerinnen aus ihrer Schule in Playa Prieta in Sicherheit habe bringen wollen, teilte die Familie britischen Medien mit. Ecuador gehört zu den Ländern in Lateinamerika, die am anfälligsten für Naturkatastrophen sind. Mehr als 20 Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der nationalen Armutsgrenze.

(ap)
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