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Köln
Kölner Stadtarchiv: Beweisaufnahme dauert bis 2018

Stadtarchiv Köln: So sieht die Einsturzstelle sechs Jahre danach aus
Stadtarchiv Köln: So sieht die Einsturzstelle sechs Jahre danach aus FOTO: dpa, obe tba
Köln. Auch sechs Jahre nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs ist die Ursache des Unglücks noch nicht geklärt. Wie die Verwaltung im nichtöffentlichen Sitzungsteil des Verkehrsausschusses mitteilte, wird die Beweisaufnahme bis Januar 2018 dauern. Diese Angabe basiert auf einer Aussage des vom Landgericht bestellten Sachverständigen Hans-Georg Kempfert, der die Untersuchungen leitet.

Zudem sind die Maßnahmen deutlich kostenintensiver als bisher angenommen. Nach einer Hochrechnung von Verwaltung und Kölner Verkehrs-Betrieben sollen die Kosten nun bei 124,9 Millionen Euro liegen - also 54,8 Millionen Euro mehr als bisher veranschlagt. Wesentlicher Grund für die Mehrkosten sei das "extrem schwierige Bau- und Beweissicherungsverfahren" am Unfallort. Zudem habe es wiederholt "Verfahrensanpassungen" für die in 26 bis 33 Metern Tiefe durchgeführten Untersuchungen geben müssen.

Die Finanzierung der Mehrkosten wird ebenso wie die bislang entstandenen Kosten unabhängig von Regress- und Entschädigungsansprüche von der Stadt Köln zunächst übernommen.

(jasi)
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