Angespannte Situation in Deggendorf: Hochwasserlage in Ostbayern entschärft sich
zuletzt aktualisiert: 15.08.2002 - 09:43Regensburg/Passau (rpo). In Ostbayern entschäft sich die Hochwasserlage allmählich. Zwar herrscht nach wie vor Hochwassermeldestufe 4, jedoch ist die Wasserhöhe flußaufwärts stark zurückgegangen. Eine angespannte Situation herrscht noch im Donau-Abschnitt zwischen Deggendorf und Passau.
Die Hochwasserlage in Ostbayern entschärft sich allmählich, wie das Bayerische Landesamt für Wasserwirtschaft am Donnerstagmorgen bekannt gab. Zwar herrscht an der Donau von Kelheim über Regensburg, Straubing und Deggendorf bis Passau nach wie vor Hochwassermeldestufe 4, jedoch ist die Wasserhöhe flussaufwärts stark zurückgegangen; in Ingolstadt galt noch Meldestufe 1. Eine gespannte Situation herrscht noch im Donau-Abschnitt zwischen Deggendorf und Passau. Eine Hochwasser-Scheitelwelle befand sich am Vormittag im Raum Deggendorf und bewegte sich auf Passau zu.
In der Dreiflüssestadt wurde aber kein neuerliches Ansteigen des Wassers befürchtet, weil der Zustrom aus dem Inn abnimmt. Der Donaupegel in Passau stand am Morgen bei 8,74 Meter. Die Pegelstände der südlichen Donauzuflüsse zwischen Iller und Inn sind weitgehend unter die Hochwassermeldegrenze gefallen. Auch am Regen nördlich der Donau herrscht nach einem raschen Absinken des Wasserstands nur noch Meldestufe 1.
Die Stadt Regensburg in Bayern wurde gestern von einer riesigen Hochwasserwelle erfasst. Den befürchteten Dammbruch konnten die Helfer allerdings verhindern. In Niederbayern passierte die größte Donau-Flut seit Jahrzehnten in der Nacht Straubing, ohne größere Schäden anzurichten. Die Dämme hielten dem Hochwasser stand. Auch in dem weiter östlich gelegenen Deggendorf hielten in der Nacht die Deiche. Dort wird der Höchststand von 7,70 Meter gegen 10.00 Uhr erwartet.
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