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Hagen
Hohe Sicherheitsvorkehrung bei Schutzgeld-Prozess

Hagen. Im Hagener Prozess um Schutzgelderpressungen rechnet das Landgericht mit einem langen und aufwendigen Verfahren. Bei Prozessauftakt kündigten die Verteidiger der vier Angeklagten an, dass ihre Mandanten vorerst zu den Vorwürfen schweigen wollen. Schon jetzt hat die Strafkammer deshalb Verhandlungstage bis Ende November terminiert.

Die drei Männer und eine Frau sollen bis zu ihrer Festnahme im Dezember 2015 bei mehreren Geschäftsleuten in Lüdenscheid Schutzgeld erpresst haben. Einer der Männer soll Mitglied des Motorrad-Clubs Hells Angels sein. Als Chef der Bande hat die Staatsanwaltschaft einen 37-jährigen Kaufmann aus Lüdenscheid ausgemacht. Der Betreiber von Spielhallen soll vor allem direkte Konkurrenzbetriebe ins Visier genommen haben. In einem Fall soll die mitangeklagte Schwester des 37-Jährigen damit gedroht haben, später mit "100 Hells Angels" wiederzukommen, die den "Laden platt machen" würden. In einem anderen Fall soll in einem Geschäft zur Drohung mit scharfer Munition in den Fußboden geschossen worden sein. Der Prozess begann unter massiven Sicherheitsvorkehrungen. Das Tragen von "Motorrad-Kutten" war verboten.

(dpa)
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