Überschwemmungen erwartet: Hurrikan "Keith" erfasst mexikanische Küste
zuletzt aktualisiert: 02.10.2000 - 18:34Mexiko-Stadt (dpa) - Der Hurrikan "Keith" hat mit schweren Regenfällen den mittelamerikanischen Kleinstaat Belize sowie Teile der mexikanischen und honduranischen Karibikküste heimgesucht. Nach Angaben des US-Hurrikan-Zentrums in Miami/Florida befand sich der Wirbelsturm am Montagvormittag (Ortszeit) 55 Kilometer ostnordöstlich von Belize City und bewegte sich kaum von der Stelle. Seine Windgeschwindigkeiten hatten sich auf 130 Kilometer pro Stunde abgeschwächt.
Nach Angaben der Botschaft Belizes in Mexiko-Stadt entstand auf der vorgelagerten Insel Ambergris Key mit dem Hauptort San Pedro erheblicher Sachschaden an Wohnhäusern. Außerdem stünden weite Teile von Belize City unter Wasser. Todesfälle seien nicht gemeldet worden.
In dem nördlich an Belize angrenzenden mexikanischen Bundesstaat Quintana Roo waren bereits am Sonntag die gefährdeten Gebiete evakuiert und mehr als 7 000 Menschen in Notherbergen gebracht worden. 49 Fischer konnten den Berichten zufolge nicht rechtzeitig in die mexikanische Hafenstadt Chetumal zurückkehren und suchten Schutz im Windschatten einer der kleinen Inseln. Am Montag gab es ersten Funkkontakt zu ihnen. Sie seien wohlauf, sagte der Gouverneur von Quintana Roo, Joaquin Hendricks. Vor der Küste von Campeche wurden am Sonntag 4 000 Erdöl-Arbeiter von den Bohrplattformen im Golf von Mexiko abgezogen.
Das Hurrikan-Zentrum warnte insbesondere vor Überschwemmungen und Erdrutschen, die der Hurrikan mit seinen Regenfällen auslösen könne. Gefährdet seien neben der mexikanischen Karibikküste und Belize auch die Nordküste von Honduras. Vor zwei Jahren hatte in der Region der Hurrikan "Mitch" gewütet, schwerste Überschwemmungen hatten Tausende in den Tod gerissen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







