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Tausende Häuser in Belize evakuiert: Hurrikan "Keith" schwächer

zuletzt aktualisiert: 03.10.2000 - 19:13

Mexiko-Stadt (dpa. Der Wirbelsturm "Keith" hat am Dienstag über dem mexikanischen Festland stark an Kraft verloren. Seine Windgeschwindigkeiten verringerten sich nach Angaben des mexikanischen Nationalen Wetterdienstes bis zum Mittag (Ortszeit) auf 55 Kilometer pro Stunde, womit der frühere Hurrikan zu einem tropischen Tiefdruckgebiet heruntergestuft wurde. Er befand sich zu dem Zeitpunkt rund 120 Kilometer westlich der Stadt Chetumal im Zentrum der Halbinsel Yucatan.

In weiten Teilen Mittelamerikas hatte der Sturm für heftige Überschwemmungen gesorgt. Mindestens zehn Menschen kamen in den Fluten ums Leben, Tausende mussten ihre Häuser verlassen.

Am Montag hatte "Keith", noch als Hurrikan, den ganzen Tag vor der Küste des Kleinstaates Belize getobt. Nach Angaben des belizischen Botschafters in Guatemala, Moises Cal, waren in den Küstenbereichen 25.000 Menschen - ein Achtel der Gesamtbevölkerung des Landes - in Sicherheit gebracht worden. Die Überschwemmungen hätten außerdem Schäden an der Infrastruktur angerichtet, das genaue Ausmaß sei noch nicht bekannt. Der Zivilschutz Belizes äußerte sich besorgt über die Lage auf den vorgelagerten Inseln, den bei Tauchern beliebten so genannten Keys. Dorthin gab es zunächst keine Verbindung.

In Nicaragua kamen bei Überschwemmungen bis zum Dienstag mindestens zehn Menschen ums Leben. Mehr als 2 300 Menschen wurden in der Pazifikregion des Landes obdachlos. Die heftigen Regenfälle dort wurden von den Meteorologen trotz der großen Entfernung von rund 700 Kilometern mit "Keith" in Verbindung gebracht. Die Überschwemmungen weckten Erinnerungen an den Hurrikan "Mitch", der das Land 1998 heimgesucht hatte. Damals hatte ein Erdrutsch am Vulkan "Casitas" mehr als 2.000 Opfer gefordert.

In dem nördlich an Belize angrenzenden mexikanischen Bundesstaat Quintana Roo waren ebenfalls mehrere tausend Menschen in Notherbergen gebracht worden. Die bekanntesten Badeorte im Norden des Staates, wie Cancun, waren aber nicht betroffen, der Flugverkehr lief dort am Montag normal. Am Montagabend wurde an der Küste die Hurrikan-Warnung auf Sturm-Warnung zurückgestuft.

Quelle: RPO Archiv

 
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