Mindestens neun Menschen starben bei Bootsunglück: Illegale Einwanderer vor Südspanien ertrunken
zuletzt aktualisiert: 08.10.2002 - 22:03Cádiz (rpo). Mindestens neun illegale Einwanderer sind vor der Küste Südspaniens ertrunken. Bei den Toten handelt es sich um Marokkaner und Immigranten aus den Staaten südlich der Sahara.
Ihre im Meer schwimmenden Leichen seien in der Nähe von Cádiz entdeckt worden, teilte die Polizei mit. Sie hatten versucht, von der Küste Nordafrikas aus über die Meerenge von Gibraltar nach Spanien zu gelangen. Ihr Boot sei vermutlich wegen Überladung gekentert und gesunken.
An Bord sollen bis zu 40 Menschen gewesen sein. 27 von ihnen konnten von der Küstenwache gerettet worden, darunter auch eine schwangere Frau. Erst vor zwei Monaten waren bei einem ähnlichen Unglück 13 Afrikaner ums Leben gekommen.
Nach einer Schätzung der marokkanischen Gastarbeiter-Vereinigung in Spanien (ATIME) sind in den vergangenen fünf Jahren mehr als 4000 Menschen bei dem Versuch gestorben, illegal über das Meer nach Spanien zu gelangen. Die riskanten Überfahrten werden zumeist gegen viel Geld von Schlepperbanden organisiert.
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