Geplatzte Erdgas-Pipeline verschärft die Lage: Im frostigen Sibirien sterben die Kühe im Stall
zuletzt aktualisiert: 10.01.2001 - 11:12Moskau (dpa). Eine geplatzte Erdgas-Pipeline im Gebiet Nowosibirsk hat die dramatische Lage in dem von einer hartnäckigen Kältewelle heimgesuchten Sibirien weiter verschärft. In den betroffenen Gebieten Barnaul, Nowosibirsk und Kemerowo sei die Gasversorgung erheblich verringert worden, berichtete der russische Fernsehsender NTW am Mittwoch. Die Pipeline mit einem Durchmesser von 1,20 Meter war am Dienstag aus bislang unbekannter Ursache gerissen.
Im Gebiet Krasnojarsk, etwa 3 500 Kilometer östlich von Moskau, seien bereits mehrere Menschen bei Temperaturen von minus 50 Grad gestorben. Das Fernsehen zeigte eine Leiche im Treppenaufgang eines Wohnhauses.
Verzweifelte Anrufer erhofften sich von den regionalen Wetterämtern positive Nachrichten über ein Ende der seit über zwei Wochen anhaltenden Tiefstfröste. "Uns rufen schockierte Bewohner entlegener Dörfer an. Dort erfrieren die Kühe im Stall", sagte die Chef-Meteorologin des Gebietes Krasnojarsk, Ljudmila Bondarenko. Auch in den kommenden Tagen soll die Dauerkälte anhalten.
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