Behörden ordnen erste Evakuierungen an: In Japan droht Vulkanausbruch
zuletzt aktualisiert: 29.03.2000 - 16:38Tokio (AP). Wegen eines drohenden Vulkanausbruchs haben drei nordjapanische Städte am Mittwoch die Evakuierung von 8.000 Menschen angeordnet. Zuvor hatte ein Erdbeben der Stärke 4,2 die Umgebung des Vulkans Usu auf der Insel Hokkaido erschüttert. Es war das stärkste von etwa 1.000 Beben während der vergangenen drei Tage. Nach Auskunft des meteorologischen Institutes ist ein Ausbruch des Vulkans in den kommenden Tagen sehr wahrscheinlich.
Hunderte Einwohner hatten ihre Häuser bereits am Dienstagabend vorsorglich verlassen. Im direkten Umkreis des Vulkans, rund 770 Kilometer nördlich der Hauptstadt Tokio, liegen die Ortschaften Date, Sobetsu und Abuta mit einer Bevölkerung von insgesamt 51.300 Menschen.
Bei einem Ausbruch des Vulkans wird befürchtet, dass schmelzender Schnee gefährliche Schlammlawinen auslösen könnte. Nach Auskunft des Meteorologischen Instituts nehmen die Erschütterungen des Vulkans an Häufigkeit und Stärke zu. Zunächst wurden jedoch keine Verletzten oder Schäden gemeldet. In dem Gebiet halten sich derzeit auch über 3.400 Touristen auf. Zuletzt brach der Vulkan 1978 aus. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben, 196 Häuser wurden zerstört.
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