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Wiesbaden
In NRW werden mehr Kinder geboren als im Bundesschnitt

Wiesbaden. In Nordrhein-Westfalen sind im vergangenen Jahr 8700 Babys mehr auf die Welt gekommen als 2013. Damit hat die Geburtenrate in NRW innerhalb eines Jahres die bundesweite Geburtenziffer überflügelt. Das gab das Statistische Bundesamt in Wiesbaden bekannt. Im vergangenen Jahr kamen in Nordrhein-Westfalen 155.100 Kinder auf die Welt, das waren 5,9 Prozent mehr als im Vorjahr.

Eine Frau im gebärfähigen Alter brachte 2014 statistisch gesehen bundesweit 1,47 Kinder auf die Welt. Damit stieg die Geburtenziffer (umgangssprachlich auch Geburtenrate genannt) zum dritten Mal in Folge. Sie war so hoch wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Im Jahr 2013 hatte sie bei 1,42 gelegen.

In NRW stieg die Geburtenrate noch deutlicher an. Mit 1,48 lag sie im vergangenen Jahr über der bundesweiten Rate. 2013 lag NRW mit 1,41 noch unter der bundesweiten Ziffer (1,42). Ein Plus gab es in allen Bundesländern. Das Land mit der höchsten Geburtenziffer war Sachsen (1,57 Kinder je Frau). Die niedrigste Geburtenziffer hatte das Saarland (1,35 Kinder je Frau).

Wie die Statistiker weiter berechneten, haben Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit 2014 durchschnittlich 1,42 Kinder je Frau zur Welt gebracht, im Jahr 2013 waren es 1,37 Kinder. Auch bei Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit war die Geburtenziffer mit 1,86 Kindern höher als im Vorjahr (1,80).

Das durchschnittliche Alter bei der Geburt stieg weiter an. Die Mütter der Erstgeborenen waren 2014 mit durchschnittlich 29,5 Jahren um gut zwei Monate älter als die Mütter bei der Geburt ihres ersten Kindes im Jahr 2013. Beim zweiten Kind waren Mütter rund 32 Jahre alt, beim dritten gut 33 Jahre.

(dpa)
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