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Xanten
In Xanten wird jetzt Geld ausgestellt

Xanten. Ein großes knallrotes Schwein weist den Weg, ein Bankschalter versetzt den Besucher in die Kassenhalle eines Bankhauses, an einer Falschgeldprüfstelle kann er sofort den "falschen Fuffziger" erkennen: In der mehr als 110 Jahren alten "Villa Kunterbunt" mitten im Xantener Ortsteil Wardt hat Norbert Müller, Vorsitzender des Geldgeschichtlichen Vereins NRW, am Wochenende das erste Geldmuseum Nordrhein-Westfalens eröffnet. Im Erdgeschoss des ehemaligen Selbstversorgerhaus des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend hat der Numismatiker, im Hauptberuf Heilpädagoge und Erzieher aus Rheinberg, in sechs Räumen und auf 136 Quadratmetern alles ausgestellt, was er in 20 Jahren Sammel-Leidenschaft zusammengetragen und was mit Geld zu tun hat: Spardosen und -gefäße aus aller Herren Länder und mehreren Jahrhunderten, eine Münzprägemaschine, Münzen natürlich und Scheine, ein Kassenschalter, vormünzliche Zahlungsmittel, ein alter Parkautomat, Geldwechsler, Spielautomat, alte Blechschilder, auf denen beispielsweise darum geworben wird, das Geld des Dorfes beim Darlehenskassenverein anzulegen. An einem über 100 Jahre alten Fallhammer und einer Spindelpresse wird die tägliche harte Arbeit eines Münzmeister lebendig; hier kann sich der Besucher interaktiv seine Erinnerungsmedaille prägen. Im Museumsarchiv ist Literatur vom Primitivgeld bis zum aktuellen Euro-Katalog zu finden. Von Heidrun Jasper

Info Das Geldmuseum in Xanten-Wardt (Am Kerkend 7) ist samstags von 11 bis 15 Uhr und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Quelle: RP
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