Walbrände auf Sumatra: Indonesien: Tausende Atemmasken ausgegeben
zuletzt aktualisiert: 21.02.2002 - 13:26Jakarta/Kuala Lumpur (rpo). Wegen zahlreicher Waldbrände im Nordwesten Indonesiens haben die Behörden Tausende von Atemmasken an die Bevölkerung verteilt.
Der Rauch von mehr als 220 Feuern auf der Insel Sumatra ziehe über die östlich davon gelegene Provinz Riau und könne dort die Gesundheit der Menschen gefährden, berichtete die Zeitung "Jakarta Post" am Donnerstag. Mehrere hundert Hektar Forst seien den Bränden bereits zum Opfer gefallen. Derweil brachten Feuerwehrleute in Malaysia seit Wochen schwelende Buschbrände unter Kontrolle.
Umweltschützer machen Brandrodungen durch Plantagenbesitzer und die Zellstoffindustrie in Indonesien für die immer wiederkehrenden Feuer verantwortlich. Der World Wide Fund for Nature (WWF) befürchtet, dass die absichtlich gelegten Brände gemeinsam mit illegalem Holzeinschlag einen Großteil des Tiefland-Forstes auf der Insel Sumatra voraussichtlich in zwei bis drei Jahren vernichtet haben werden. Die Wälder böten aber einer großen Artenvielfalt Schutz.
Trotz der Beruhigung an der Feuerfront in Malaysia warnten die Behörden, dass noch bis Mitte März trockenes Wetter zu erwarten sei. Dadurch könnten die Brände leicht wieder entfacht werden, sagte Vize- Regierungschef Abdullah Ahmad Badawi. Den Feuern, die vor allem im Zentrum der malaysischen Halbinsel gewütet hatten, waren mehrere tausend Hektar Wald und Moor zum Opfer gefallen. Die Bewohner rund um die Hauptstadt Kuala Lumpur leiden seit Wochen unter Atembeschwerden.
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