Hurrikan erreicht mittelamerikanischer Küste: "Iris" fordert mindestens 13 Opfer
zuletzt aktualisiert: 09.10.2001 - 20:20Mexiko-Stadt (rpo). Der Hurrikan "Iris" hat am Dienstag die mittelamerikanische Küste erreicht und sich dort rasch abgeschwächt. Auf seinem Weg durch die Karibik hat "Iris" zuvor mindestens 13 Menschen das Leben gekostet.
Dabei war erheblicher Leichtsinn mit im Spiel. Neun Touristen starben in dem Küstenort Big Creak, berichtete eine Sprecherin des Außenministeriums am Dienstagmorgen in Belmopan. Sie hätten sich trotz Aufforderung geweigert, ein Ausflugsboot zu verlassen, weil sie unbedingt den Nervenkitzel eines Hurrikans erleben wollten. Ihre Staatsangehörigkeit war noch nicht bekannt. Zwei Menschen kamen außerdem in Punta Gorda ums Leben. Die ganze Küste südlich des Ortes sei zur Katastrophenzone erklärte worden.
Mindestens 900 Menschen wurden im Süden des mittelamerikanischen Kleinstaates obdachlos. In einigen Dörfern seien mehr als 90 Prozent der Häuser zerstört worden. In dem Ort Monkey River stünden nur noch vier Häuser. Der Hurrikan "Iris" war am Montagabend (Ortszeit) im Süden Belizes auf Land getroffen. Danach hatte er sich schnell abgeschwächt. Wie das US-Hurrikanzentrum in Miami (Florida) mitteilte, lag das Zentrum des Sturms am Morgen (Ortszeit) über dem Festland rund 160 Kilometer nördlich von Guatemala-Stadt.
Die Regierung Guatemalas hatte am Montagabend (Ortszeit) die Evakuierung besonders gefährdeter Bereiche der Karibikküste angeordnet und rund 3000 Bewohner in Sicherheit bringen lassen. Der direkte Kontakt mit dem Festland bremste die Windgeschwindigkeiten stark ab. Am Dienstagvormittag waren es noch 65 Stundenkilometer, mit denen "Iris" kein Hurrikan, sondern nur noch ein Tropensturm war. Alle Hurrikan-Warnungen in Guatemala, Mexiko, Belize und Honduras wurden aufgehoben.
Auf seinem Weg durch die Karibik hat "Iris" zuvor mindestens drei Menschen das Leben gekostet. In Santo Domingo, der Hauptstadt der Dominikanischen Republik, war am Samstag eine Frau mit ihren zwei Kindern von einem Erdrutsch getötet worden. Jamaika hatte der Hurrikan mit Regenfluten heimgesucht, dort aber nur begrenzte Sachschäden angerichtet.
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