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Jahresrückblick 2012
Das Jahr der Baustellen in Gladbach
Mönchengladbach 2012 - Ein Jahr in Bildern
Mönchengladbach 2012 - Ein Jahr in Bildern
Mönchengladbach. Mönchengladbach ist im Wandel. Unzählige Kräne beherrschen das Stadtbild. Noch. Denn schon 2013 werden es weniger sein: Viele Projekte befinden sich im Endspurt, andere machen große Fortschritte. Das ist der Stand bei den größten Baustellen der Stadt. Von Fabian Eickstädt und Anne Peters

Der wohl markanteste Umbruch im Stadtbild stand für dieses Jahr an der Hindenburgstraße an. Nach 13 Jahren Leerstand wird seit Oktober das Alte Stadttheater abgerissen, ebenso der angrenzende Lichthof und das Iduna-Hochhaus. Investor Mfi errichtet an selber Stelle das neue Einkaufszentrum Arcaden, das schon 2014 eröffnet werden soll.

Ende September wurden mit der Mayerschen Buchhandlung, der Konditorei Heinemann und Sport Scheck die letzten Geschäfte in der - heute muss man schon sagen ehemaligen - Theatergalerie dicht gemacht. Im Oktober eröffnete die Interimshalle "Vis a Vis", wo die Einzelhändler während der Arcaden-Bauarbeiten untergebracht sind. 

Staub, Dreck und der 52-Meter-Abbruchbagger haben sich seitdem zu einem wahren Besuchermagneten entwickelt. Vor dem Bauzaun trifft man regelmäßig Hobbyfotografen und Baustellentouristen, die dem Bagger bei seiner Arbeit zusehen. 

Die Bauarbeiten laufen seit Oktober weitgehend nach Plan: „Wir sind sehr zufrieden“, sagt Carsten Faust, Projektmanager des Arcaden-Investors Mfi. „Den oberirdischen Abriss werden wir vor Weihnachten abschließen, im Frühjahr wird die Baugrube fertig sein.“

Die Baustelle an der Hindenburgstraße ist zwar die größte der Stadt, aber eben nicht die einzige. Auch in anderen Stadtteilen wird gebaggert und gebuddelt und 2013 sollen einige Bauvorhaben sogar fertiggestellt werden. Ein Überblick:

Evangelisches Krankenhaus Bethesda

In das neue Facharztzentrum der Klinik Bethesda an der Ludwig-Weber-Straße sollen die ersten Arzt-Praxen bereits im März einziehen. „Im April werden sie öffnen“, sagt Alfred Pesch, der Technische Leiter des Krankenhauses. Die Arbeiten an der Fassade seien „weitestgehend abgeschlossen“, der Innenausbau ebenfalls.

Hochschule Niederrhein

Anfang November war Richtfest, am 1. Mai soll das 20 Millionen Euro teure Multifunktionsgebäude an der Richard-Wagner-Straße übergeben werden. „Dann folgt der Einzug. Zum Wintersemester werden wir es nutzen können“, sagt Hochschul-Sprecher Dr. Christian Sonntag. Zurzeit erfolgt der Innenausbau, die elektrischen Leitungen werden verlegt, die Lüftungen auf dem Dach installiert.

Kreishandwerkerschaft

Bereits Anfang September 2013 können junge Handwerker in modernen Werkstätten an der Oststraße lernen. Im Juni erfolgte der Spatenstich für das zweitgrößte Bauvorhaben der Stadt, den Neubau der Kreishandwerkerschaft. „Im Januar wird der Rohbau fertig sein, im September dann das gesamte Gebäude“, sagt Bauleiter Dietmar Stadtler vom Düsseldorfer Architekturbüro RKW.

Bürogebäude Viersener Straße

Das alte Bauamt mit seinem markanten Gründerzeitbau ist Geschichte. Am 30. September 2013 soll das neue Bürogebäude an der Viersener Straße 16 an die Anwaltskanzlei Kapellmann und Partner übergeben werden. Der Generalunternehmer Derichs und Konertz liegt im Zeitplan. „Ende Februar wird der Rohbau fertiggestellt sein“, sagt Rolf Weidemann, Geschäftsführer der Projektgesellschaft Kapellmann Office Building. Er hofft auf einen „vernünftigen“ Winter. „Bei sehr kalten Temperaturen kann nicht mehr betoniert werden.“ Über 80 Prozent des 4800 Quadratmeter großen Bürohauses werden Mitarbeiter der Anwaltskanzlei belegen.

Kliniken Maria Hilf

Große Fortschritte machte der Neu- und Erweiterungsbau des St. Franziskus Krankenhauses in diesem Jahr: In Betrieb genommen wurden unter anderem die neue Intensivstation, die Kardiologie und die neue Radiologie. Mitte 2013 soll die Eröffnung des Haupteingangs und der Bistros folgen. Weitere neue Bettenstationen werden fertiggestellt, später im Jahr die Zentralambulanz und die neue Küche. „Die Abteilungen des Krankenhauses Maria Hilf an der Sandradstraße sollen möglichst in circa vier Jahren komplett zum Krankenhaus St. Franziskus an der Viersener Straße verlegt werden“, informiert Sprecherin Rita Utzenrath. Investitionssumme: Rund 120 Millionen Euro.

Rheydter Markt

Ab Januar wird das erste, ab Mai das zweite Geschoss der Tiefgarage unter dem Rheydter Marktplatz saniert. Im März starten die Pflasterarbeiten auf der Platzoberfläche. „Vorher müssen aber noch zahlreiche Bohrungen für das neue Markt- und Kirmesnetz vorgenommen werden“, sagt Stadtsprecher Wolfgang Speen. Ende 2013 soll der Rheydter Marktplatz ein vollständig neues Gesicht haben.

Elisabeth-Krankenhaus

Im Mai stand bereits der Rohbau für die neue Mutter-Kind-Klinik der Städtischen Kliniken an der Hubertusstraße. Der 17,5 Millionen Euro teure, dreigeschossige Gebäudekomplex mit Platz für 60 Patientenbetten auf 4800 Quadratmetern Nutzfläche soll im Juli 2013 bezugsfertig sein. Damit entsteht eine der größten Geburtskliniken in NRW.

Hardterwald-Klinik

Die Eifelhöhen-Klinik AG errichtet auf dem rund 220 000 Quadratmeter großen Areal für 25 Millionen Euro ein kardiologisches Rehabilitations-Zentrum. Bis zu 50 Plätze für ambulante und präventive Reha-Maßnahmen entstehen, außerdem 200 Betten für stationäre Behandlung. Im kommenden Jahr soll der stationäre Betrieb starten.
 

Quelle: csi/sap
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