Der große Jahresrückblick: Die erfolgreichsten Kinofilme des Jahres
zuletzt aktualisiert: 29.12.2010 - 21:33Düsseldorf (RPO). Das Kinojahr 2010 war kein einfaches Jahr. Schuld daran war die Fußball-Weltmeisterschaft. Statt im Sommer die klimatisierten Kinosäle zu stürmen, saßen die Deutschen lieber vor der Flimmerkiste oder standen vor Public-Viewing-Großleinwänden und schauten Jogis Elf in Südafrika zu. Dabei besuchten den Topfilm des Jahres über elf Millionen Zuschauer - und der taucht in der Liste gar nicht auf.
Insgesamt kauften die Deutschen 2010 knapp über 114 Millionen Kinotickets. Das waren satte 16,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Das der Umsatz nur um schlanke vier Prozent auf 847,2 Millionen Euro sank, ist dem Boom der 3D-Filme zu verdanken. Weil die Kinobetreiber hier deutlich höhere Eintrittspreise verlangen, konnte der Besucherschwund so zu einem großen Teil ausgeglichen werden.
Das meiste Geld in die Kinokassen spülte indes ein Film, der eigentlich schon im Weihnachtsgeschäft 2009 für ordentlich Umsatz sorgte: Das 3D-Highlight "Avatar". 11,2 Millionen Besucher ließen dafür 114 Millionen Euro in die Kassen klimpern. In der offiziellen Rangliste der erfolgreichsten Filme des Jahres taucht James Camerons 3D-Spektakel aber gar nicht auf. Grund: Er lief bereits im Dezember 2009 an.
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Der zweiterfolgreichste - oder offiziell erfolgreichste - Streifen ist erst seit November in den Kinos: "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil eins". Auf Platz drei rangierte 2010 Tim Burtons streifen "Alice im Wunderland". Der besucherstärkste deutsche Film war "Friendship!" mit Matthias Schweighöfer mit 1,5 Millionen Besuchern und 10,3 Millionen Euro Umsatz.
Ohne großes sportliches Highlight hofft die Branche für 2011 mit deutlich steigenden Umsätzen und Besucherzahlen. Anlass zur Hoffnung geben auch die kommenden Filmstarts.
Bei den internationalen Produktionen setzt die Filmwirtschaft unter anderem auf "The Green Hornet" mit Oscar-Gewinner Christoph Waltz, "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2", "Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten" und Steven Spielbergs 3D-Verfilmung von "Die Abenteuer von Tim und Struppi".
"Der deutsche Film verspricht ein Boomjahr zu erleben", sagte Jan Oesterlin von der Zukunft Kino Marketing. Der Geschäftsführer des Verbandes der Filmverleiher, Johannes Klingsporn, nannte als Beispiele Schweighöfers Regiedebüt "What A Man", Til Schweigers neue Komödie "Kokowääh" und "Der ganz große Traum des Konrad Koch" mit Daniel Brühl.
Besondere Hoffnung setzen die Kino-Macher in die 3D-Technik: "Immer mehr Leinwände werden auf 3D umgerüstet", sagte der stellvertretende Vorstandschef des Branchenverbands HDF Kino, Andreas Kramer, das treibe den Umsatz weiter voran.
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