Fluten in Phnom Penh steigen: Kambodscha: Hochwasserlage verschärft sich
zuletzt aktualisiert: 19.09.2000 - 11:01Phnom Penh (dpa). In Kambodscha hat sich die Hochwasser-Lage bedrohlich verschärft. In der Hauptstadt Phnom Penh steigen entgegen jüngsten Prognosen die Fluten weiter an. Polizisten türmten Sandsäcke auf, um das Wasser des Flusses Tonle Sap zu stoppen, sagte der Gouverneur von Phnom Penh, Chea Sophara, am Dienstag. Unerwartete Regenfälle in der Nacht ließen die Fluten weiter steigen.
In den Mekong floss immer mehr Wasser aus zahlreichen Zuläufen. Teile des Stadtgebiets stehen bereits unter Wasser. Wie Chea Sophara weiter sagte, haben die diesjährigen Überschwemmungen Tausende von Familien in Phnom Penh aus ihren Wohnungen vertrieben.
Der nationale Katastrophenstab gab an, dass infolge der Überflutungen bislang 116 Menschen ums Leben kamen. In 17 der 23 Provinzen Kambodschas seien Hunderttausende Bewohner von der Flut betroffen. Schätzungen zufolge liegen die Schäden durch Ernteausfälle und andere Zerstörungen in mehrstelliger Millionenhöhe. Nach offiziellen Angaben sollen die Vereinten Nationen und verschiedene Staaten bereits auf die Bitte Kambodschas um internationale Hilfe für die Hochwasseropfer reagiert haben.
Kambodschas Ministerpräsident Hun Sen hatte der verängstigten Bevölkerung noch in der vergangenen Woche versichert, dass Phnom Penh vor einer Überflutung sicher sei. Bei der kambodschanischen Hauptstadt fließen die Wasserwege Tonle Sap, Mekong und Bassac zusammen. Der Wasserstand liege nur wenige Zentimeter unter der gefährlichen Überflutungsmarke, hieß es am Dienstag.
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