Schwerstes Hochwasser seit 70 Jahren: Kambodscha: Mehr als 100 Tote bei Überschwemmungen
zuletzt aktualisiert: 18.09.2000 - 07:39Phnom Penh (AP). Bei der schwersten Hochwasserkatastrophe in Kambodscha seit 70 Jahren sind nach Angaben der Behörden mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Nach zwei Monate langen Monsunregen waren in Kambodscha, Vietnam, Laos und Thailand insgesamt über eine Million Menschen betroffen. Zehntausende Familien mussten ihre überfluteten Häuser verlassen. Der kambodschanische Beauftragte für Katastrophenschutz Peou Samy sagte, die Zahl der Toten sei seit Juli auf 109 gestiegen. Viele der Opfer ertranken, andere starben an Seuchen, die sich durch das Hochwasser ausbreiten.
Zwei Personen kamen durch Schlangenbisse ums Leben. Wie es weiter hieß, hat der Mekong den Höhepunkt der Flutwelle vermutlich überschritten. Bis zum Dienstagmorgen sollte der Wasserpegel in Phnom Penh den Prognosen zufolge um einen Zentimeter sinken.
In Vietnam waren 200.000 Wohnungen überflutet, in den drei am schlimmsten betroffenen Provinzen wurden laut Behörden 150.000 Menschen obdachlos. Das Internationale Rote Kreuz hatte bereits vergangene Woche um 1,9 Millionen Dollar Spenden (4,3 Millionen Mark/2,2 Millionen Euro) gebeten, um den Menschen in Kambodscha und Vietnam zu helfen. Vertreter der Hilfsorganisationen forderten Anfang dieser Woche weitere 1,5 Millionen Dollar allein für Vietnam.
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