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Kate und William werben um Indiens Freundschaft

Neu. Bei einer Reise durch die ehemalige britische Kronkolonie punktet das königliche Paar mit Charme und Diplomatie. Von Christine Möllhoff

Delhi Selbst die hohen Keilabsätze konnten sie nicht stoppen. Kaum in der indischen Finanz- und Filmmetropole Mumbai angekommen, ließ es sich die Herzogin von Cambridge nicht nehmen, selbst den Cricketschläger zu schwingen und im populären Park Oval Maidan mit Slumkindern zu spielen. Immerhin ist Indien cricketverrückt. Auch modisch erwies die 34-jährige Kate den Gastgebern ihre Ehrerbietung - und trug ein pink-grünes Tageskleid der indischen Designerin Anita Dongre.

Die königliche Charmeoffensive kommt gut an in Indien. Erstmals besuchen Prinz William und seine Frau Kate seit Sonntag die mit 1,2 Milliarden Einwohnern zweitgrößte Nation der Welt. Eine Woche hat das Paar für die Wirbelwindtour eingeplant, die Stationen in Mumbai, Delhi, Assam, Agra sowie dem benachbarten Himalaya-Staat Bhutan umfasst. Seine Frau habe schon immer nach Indien reisen wollen, schmeichelte William. Das hört man gerne in Indien. Die Reise zielt darauf, die Bande zu festigen oder, wie manche Inder sogar meinen, "ein neues Kapitel in den Beziehungen aufzuschlagen". Obwohl 7000 Kilometer entfernt, teilen beide Länder eine gemeinsame und schwierige Vergangenheit: Bis 1947 war Indien britische Kronkolonie und dem Königshaus unterstellt. Oder wie es Prinz William, vielleicht etwas beschönigend, ausdrückte: "Meine Familie hat eine lange und stolze Verbindung mit Indien."

Aber die britische Kolonialherrschaft hat auch Wunden hinterlassen. Das wissen auch Kate und William. Sie geben sich als Botschafter eines modernen Großbritanniens, das nicht mehr mit kolonialer Arroganz auftritt, sondern auf Augenhöhe um Indiens Freundschaft wirbt.

Quelle: RP
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