Weltweit nur noch 300 dieser Tiere: Kaum Überlebenschancen für verletzten Glattwal
zuletzt aktualisiert: 11.07.2001 - 11:01Provincetown (rpo). Die Überlebenschancen für einen verletzten Wal vor der Nordostküste der Vereinigten Staaten schwinden. Eine Sprecherin der Fischereibehörden, Teri Frady, erklärte am Dienstag, Wissenschaftler hätten den Nordatlantischen Glattwal vor Massachusetts entdeckt. Wegen des schlechten Wetters hätten sie aber nicht versucht, den Wal von einer dicken Plastikleine zu befreien, die sich in seinen Oberkiefer gebohrt hat.
"Wir hoffen immer noch, dass wir etwas für ihn tun können, aber je länger es dauert, desto höher ist das Risiko für den Wal und für uns", sagte Frady. "Seine Aussichten sind nicht gut und seine Chancen sind gering." Die Plastikleine hat eine lebensbedrohende Infektion ausgelöst. Weltweit gibt es nur noch 300 Nordatlantische Glattwale oder Nordkaper. Das Tier war zuerst am 8. Juni in einem Seegebiet 130 Kilometer östlich von Cape Cod gesichtet worden. Einen Tag später war es gelungen, eine Schleppboje an dem Wal zu befestigen, um so seinen Weg zu verfolgen.
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