Student darf 100.000 Mark nicht aus Rathausfenster werfen: Kein Geldregen in Plauen
zuletzt aktualisiert: 22.04.2000 - 09:34Plauen/Dresden (AP). Ein 28 Jahre alter Student aus Dresden, der bei einem Wettbewerb eine Viertelmillion gewonnen hat und ursprünglich am (morgigen) Samstag 100.000 Mark in kleinen Scheinen aus dem Rathaus von Plauen werfen wollte, darf sein Vorhaben nicht durchführen.
Die Sprecherin der Stadtverwaltung, Silvia Weck, teilte der AP am Freitag mit, eine ursprüngliche Genehmigung sei auf Grund eines vom sächsischen Innenministerium ausgesprochenen Verbots zurückgezogen worden. Das Ministerium habe Bedenken wegen der Sicherheit geltend gemacht und gewarnt, wenn es um Geld gehe, neigten die Menschen zur Hysterie.
Nach Angaben der Sprecherin wird jetzt überlegt, ob der 28-Jährige Jens-Peter Schulz (Foto) nicht mit einer Hebebühne durch Plauen fahren könne, um von dem erhöhten Standpunkt aus Geldscheine durch geöffnete Fenster in Wohnungen hineinzuwerfen. Darüber müssten aber die Hörer des Senders noch abstimmen. Sollten sie die Alternative akzeptieren, werde die Aktion am Ostermontag durchgeführt werden, hieß es.
Der Student wollte zunächst in Dresden Geld regnen lassen. Das wurde ihm jedoch untersagt. Es handle es sich um groben Unfug, sagte der Sprecher der dortigen Stadtverwaltung, Ulrich Höver. Außerdem sei eine Massenschlägerei zu befürchten. Niemand könne erwarten, dass die Leute brav in einer Reihe stehen und dem Nebenmann, der einen Geldschein fange, auch noch gratulieren würden.
Der Student hat bei einem Spiel des Privatsenders "Radio PSR" 250.000 Mark gewonnen. Dabei wurde die verrückteste Idee gesucht. Der Sprecher des Senders, Peter Zimmermann, sagte, der 28-Jährige habe sich im Finale gegen eine 16 Jahre alte Leipzigerin durchgesetzt, die 2.500 nackte Hintern küssen wollte.
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