"Prozedur für Leute wie Phil Collins": Keith Richards hält nichts vom Ritterschlag
zuletzt aktualisiert: 22.09.2002 - 16:38Hamburg (rpo). Rolling-Stones-Gitarrist Keith Richards ist kein Freund der Ritterschläge der Queen, die seien "etwas für Kriecher" und "Leute wie Phil Collins".
Stones-Sänger Mick Jagger, der bald von der Queen zum Ritter geschlagen werden soll, hätte besser darauf verzichten sollen, denn diese Prozedur gleiche einer Beleidigung, sagte die Gitarrenlegende dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Wie es die Stones trotz so vieler Streitereien 40 Jahre miteinander ausgehalten hätten, frage er sich oft selbst. "Es gibt keine Antwort", sagt er.
Langeweile habe er nicht, wenn er wie auf der aktuellen Welttournee wieder mal alte Songs wie "Jumping Jack Flash" oder "Satisfaction" spiele. "Diese Songs sind meine Babys", sagt er. Bei Konzerten lerne er den Song jedes Mal neu kennen, und er ändere sich ein wenig. Trotzdem könnte er nicht früh morgens aus dem Bett steigen und "Jumping Jack Flash" spielen. "Damit das Stück gut klingt, müssen Sie zehn oder zwölf Stunden auf gewesen sein", sagt er. Überhaupt eigne sich kein Stones-Stück für den frühen Morgen - es sei denn, man habe vorher zwei Nächte durchgemacht.
Richards ist weiter überzeugt von der Macht der Musikkultur. "Bluejeans und Rock'n Roll haben geholfen, die Sowjetunion zum Einsturz zu bringen", sagt er. Nur die Taliban hätten nichts vom Rock'n Roll wissen wollen. "Die Taliban haben keinen Rhythmus. Sie haben keinen Beat. Sie haben keinen Spaß. Sie sind zu ernst. Sie mögen keine Frauen. Was also wissen die vom Leben?"
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