Hurrikan rast auf Mexikos Nordostküste zu: "Keith" zu neuem Leben erwacht
zuletzt aktualisiert: 05.10.2000 - 16:09Mexiko-Stadt (dpa). Der schon totgeglaubte Hurrikan "Keith" ist über dem Golf von Mexiko zu neuem Leben erwacht und bedroht jetzt die mexikanische Nordostküste. Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums in Miami/Florida stand Keith am Donnerstagmorgen (Ortszeit) 95 Kilometer ostsüdöstlich der Hafenstadt Tampico, rund 400 Kilometer nordöstlich von Mexiko-Stadt.
Mit Windgeschindigkeiten von 140 Kilometern pro Stunde bewegte er sich langsam in nordwestliche Richtung. Es wird erwartet, dass er noch am Donnerstag auf Land treffen werde.
"Keith" war in der vorigen Woche in der Karibik entstanden und hatte mit seinen Regenfluten in Belize, Guatemala, Nicaragua und Teilen Mexikos beträchtliche Schäden angerichtet und mindestens zwölf Menschenleben gefordert. Nachdem er im Norden Belizes auf Land getroffen war, hatte er sich zu einem tropischen Tiefdruckgebiet abgeschwächt. Er schaffte es allerdings, die mexikanische Halbinsel Yucatan zu überqueren und den Golf von Mexiko zu erreichen, ohne sich ganz aufzulösen. Über dem Meer gewann er schnell wieder an Stärke.
Für den tropischen Süden Mexikos wurde die Zahl der vom Hochwasser geschädigten Menschen in Presseberichten mit mehreren zehntausend angegeben. Dutzende Dörfer waren am Donnerstag noch immer von der Außenwelt abgeschnitten. Die Regierung des Staates Campeche schickte Hubschrauber zur Versorgung der von den Fluten Eingeschlossenen. Für die Landwirte im eher trockenen Norden Mexikos ist "Keith" aber ein Segen. Er bringt ihnen die dringend benötigten Niederschläge.
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