Nach Brand in Internat: Kenia: Schüler wegen Verdachts der Brandstiftung festgenommen
zuletzt aktualisiert: 08.04.2001 - 12:10Nairobi (rpo). Die kenianische Polizei kann nach dem grauenvollen Brand in einem Internat, bei dem 67 Schüler ums Leben kamen, ersteb Fahndungserfolge präsentieren: Zwei Mitschüler der Opfer werden nun der Brandstiftung bezichtigt.
Wie die Tageszeitung "East African Standard" am Sonntag berichtet, sollen die beiden Jugendlichen in der kommenden Woche des Mordes angeklagt werden. Sie sowie der Direktor des Internats und sein Stellvertreter wurden in den vergangenen Tagen verhaftet.
Das Feuer in der Schule bei Machakos, rund 60 Kilometer von der Hauptstadt Nairobi entfernt, hatte die 14- bis 20-jährigen Opfer im Schlaf überrascht. Die bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Leichen waren in Massengräbern auf dem Schulgelände beerdigt worden.
Die Polizei geht davon aus, dass die Brandstifter Benzin vor den verschlossenen Eingängen des Schlafsaals verschütteten und anzündeten. Zeugen hatten berichtet, dass die beiden Festgenommenen vor der Unglücksnacht große Mengen Benzin gekauft und in das Internat gebracht hätten. An der Kyanguli-Schule hatte es Unstimmigkeiten zwischen Eltern, Schülern und Lehrern gegeben, nachdem die Examen älterer Schüler nicht anerkannt worden waren.
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