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Direktorin sollte sterben
Lehrer wollte Schüler zu Mord anstiften

Bad Nenndorf (dpa). Ein vermutlich psychisch kranker Lehrer soll seinen Schülern im niedersächsischen Bad Nenndorf 10 000 Mark für den Mord an der Schuldirektorin geboten haben. Die Staatsanwaltschaft ermittele gegen den 60 Jahre alten Englischlehrer an einem Gymnasium wegen versuchter Anstiftung zum Mord, sagte Sprecher Wolfgang Jäger am Freitag in Bückeburg.

"Das Verfahren ist gerade erst angelaufen. Wir prüfen nun die Aussagen der Schüler", erklärte Jäger. "Dabei müssen wir klären, ob er das ernst gemeint hat." Der Sprecher bestätigte einen Bericht der "Schaumburger Nachrichten". Demnach forderte der Lehrer nach Schüleraussagen, die Rektorin solle für die Prämie "umgelegt werden".

Eine Sprecherin der zuständigen Bezirksregierung Hannover sagte, dass drei der Elftklässler "Worte in dieser Richtung" vernommen haben wollen. Die Hintergründe des am Freitag bekannt gewordenen Vorfalls seien in "psychischen Problemen" des Mannes zu suchen. Sie seien den Kollegen schon in den vergangenen Wochen aufgefallen.

Der Mann werde in wenigen Tagen in die Frühpensionierung geschickt: "Das hat aber nichts mit diesen Vorwürfen zu tun", betonte die Sprecherin. Die Versetzung in den Ruhestand sei seit längerem vereinbart. Bis dahin ist der 60-Jährige krankgeschrieben.

(RPO Archiv)
 
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