Hochwasser: Lena: Eine Lebensader Sibiriens
zuletzt aktualisiert: 21.05.2001 - 11:14Düsseldorf (rpo). Die Lena führt Hochwasser und bedroht die Menschen. Der 4.310 Kilometer lange Strom im Osten gehört zu den größten Flüssen Sibiriens.
Die Lena entspringt im Baikalgebirge und mündet in einem 30.000 Quadratkilometer großen Delta in die Laptewsee im Nordpolarmeer. Der Fluss fließt zunächst nach Nordosten, biegt bei Jakutsk nach Nordwesten und strömt schließlich entlang des Werchojansker Gebirges nach Norden. Der Wasserstand kann im Oberlauf bis acht Meter, im Unterlauf sogar bis 28 Meter steigen. Der Fluss ist bis zu sieben Monatepro Jahr vereist. Der nachfolgende Eisgang verursacht dann regelmäßig große Überschwemmungen und Zerstörungen.
Sibirien ist von einem Netz von Flüssen durchzogen, neben der Lena gehören dazu auch Ob, Irtysch, Jenissej und Kloyma. Gesamtrussland hat 17 Millionen Quadratkilometer, von denen zehn Millionen Quadratkilometer auf Sibirien entfallen. Von den rund 148 Millionen Einwohnern Russlands leben nur 26 Millionen im dünn besiedelten Fernen Osten.
In dem von sumpfiger Tundra und der Taiga, einem riesigen Nadelwaldgebiet, bestimmten Gebiet herrscht ein extremes Kontinentalklima. So können die Temperaturen im Sommer bei über 30 Grad, im Winter fast bei Minus 70 Grad liegen.
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