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Vortwurf der illegalen Einfuhr
Australisches Gericht vertagt Anhörung über Johnny Depps Hunde

Amber Heard küsst Johnny Depp in Venedig
Amber Heard küsst Johnny Depp in Venedig FOTO: afp, mlm
Sydney. Der in Australien ausgetragene Rechtsstreit um die Hunde von Hollywoodstar Johnny Depp und seiner Frau Amber Heard geht vorerst weiter. Eine gerichtliche Anhörung zu den Vorwürfen gegen Heard, die beiden Vierbeiner "Pistol" und "Boo" unerlaubt nach Australien mitgebracht zu haben, wurde am Montag vertagt.

Zu dem Termin in dem Amtsgericht in Southport im australischen Bundesstaat Queensland erschien Heard nicht. Neuer Anhörungstermin ist nun der 2. November.

US-Schauspielerin Heard muss sich vor dem Amtsgericht wegen der illegalen Einfuhr der beiden Hunde verantworten. Sie wurde deshalb im Juli angeklagt. Zudem wird der 29-Jährigen von der Staatsanwaltschaft die Vorlage eines falschen Dokuments zur Last gelegt. Die Vorwürfe könnten mit bis zu zehn Jahren Haft und großen Geldstrafen geahndet werden. Die Hunde sind mittlerweile zurück in den USA.

Das Drama um die Yorkshire Terrier Pistol und Boo des Schauspielerpaares hatte im Mai weltweit Aufmerksamkeit erregt. Der australische Agrarminister Barnaby Joyce hatte dem 52 Jahre alten Depp vorgeworfen, die beiden Hunde an Bord seines Privatjets geschmuggelt zu haben, als der Schauspieler für Dreharbeiten nach Australien zurückgekehrt war. Das Land hat strenge Quarantäne-Vorschriften, um eine Verbreitung von Krankheiten wie Tollwut zu verhindern. Um Haustiere einzuführen, muss eine Erlaubnis beantragt werden. Nach der Ankunft ist zudem eine Quarantäne von mindestens zehn Tagen nötig.

All das sollen Depp und Heard missachtet haben, was Joyce auf die Barrikaden gebracht hat. Der hatte verärgert angeordnet, dass die Tiere Australien verlassen müssten. Andernfalls müssten sie mit dem Tod rechnen. "Wenn man Filmstars - selbst wenn sie zweimal zum "Sexiest Man Alive" gekürt wurden – (mit Tieren) in unsere Nation kommen lässt, warum brechen wir dann nicht einfach das Gesetz für alle?", sagte Joyce. "Es ist Zeit, dass sich Pistol und Boo zurück in die Vereinigten Staaten verziehen."

Die Frage, warum die Anklage nicht gegen Depp ausgesprochen wurde, hatte die zuständige Staatsanwaltschaft bislang nicht beantwortet. Der Schauspielstar ("Fluch der Karibik") hatte vergangene Woche trotz der gerichtlichen Geduldsprobe einen flotten Spruch in Richtung Joyce auf Lager.

Auf einer Werbeveranstaltung für seinen jüngsten Film in Venedig sagte er auf die Frage, ob er seine Hunde auf eine Gondeltour durch die italienische Stadt mitnehme: "Nein. Ich habe meine Hunde getötet und sie gegessen, unter der direkten Anordnung von einem, ich weiß nicht, verschwitzten, großbäuchigen Mann aus Australien."

(ap / afp)
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